Im Jahreszyklus erfahren die Verbraucherpreise für Speisekartoffeln Variationen von über 50%. Aber auch zwischen ökologisch und konventionell angebauten Kartoffeln sind Preisunterschiede von über 50% zu verzeichnen.
Preisunterschiede im Jahreszyklus gehen aus einer vom "Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, NRW" veröffentlichten Grafik hervor. Sie stellt die Entwicklung der Verbraucherpreise für Kartoffeln für die Jahre 2000 bis 2006 dar.
Die ZMP verzeichnete in ihrem
Magazin MafoBriefe,
Februar 2007 für Januar 2007 bei festkochenden und vorwiegend
festkochenden Frischkartoffeln je nach Abnahmemenge eine Preissteigerung gegenüber
dem Vorjahr von 46,4% bis 103,8%. Gleichzeitig verzeichneteten das ZMP zum Vorjahr
einen Nachfragerückgang von 5,9%.
Auch das Informationsportal oekolandbau.de/
verzeichnet in seiner Ausgabe vom Oktober 2006 für die ökologisch
angebauten Kartoffeln eine Preissteigerung von 60% bis 70% gegenüber dem
Vorjahr und dem damit verbundenen Verzehrsrückgang.
Der Preisunterschied zwischen ökologischen und konventionellen Kartoffeln
bedingt sich sowohl durch höheren Arbeitseinsatz als auch durch geringere
Produktionsmenge im Anbau nach ökologischen Richtlinien. So verzeichnete
oekolandbau.de
bei Kartoffeln für das Jahr 2000 in Deutschland Verbraucher-Aufpreise für
ökologisch angebaute Kartoffeln von im Mittel 143%.
Im November 2007 veröffentlichte der DBV eine Grafik aus ZMP-Daten mit dem Verlauf der Kartoffelpreise für die letzten drei Jahre:

Anfang November 2007 erhält der Bauer somit im Mittel ca. 11,50 Euro je 100 kg Speisekartoffeln, was 11,5 Cent je kg (!) Speisekartoffel entspricht.