Norwegen: Kartoffelernte 2007

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, Nachrichten

Statistics Norway
berichtet, dass in Norwegen
2007 insgesamt 318.400 Tonnen Kartoffeln gegenüber
2006 mit 378.300 Tonnen und
2005 mit 316.600 Tonnen erzeugt wurden.
Der Ertrag je ha lag bei 22,7 Tonnen gegenüber 27 Tonnen 2006 und 23 Tonnen 2005.
Das größte Kartoffelnanbaugebiet Norwegens war letztes Jahr Hedmark mit 132.000 Tonnen, gefolgt von Vestfold mit 34.400 Tonnen und Oppland mit 31.700 Tonnen.
Hedmark liegt wie Vestfold und Oppland im Südosten Norwegens. Während Hedmark und Oppland eine Oberfläche von gut 25.000 km² besitzen und eine Bewölkerungsdichte von ca. 7 Bew./km² leben im nur 2.200 km² großen Vestfold über 100 Menschen je km²

Kartoffelnetzwerk in den Anden

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, Kartoffelsorten, BioKartoffelbau, Nachrichten, Jahr der Kartoffel

Alejandro Argumedo
ist Gründungsmitglied und Co-Chairman im Call of the Earth Steering Committee.
Er ist Agraringenieur in Peru, und war über lange Jahre aktiv in indigenen Inititativen im Prozess der Anerkennung des Indigenous peoples rights bei den Vereinten Nationen.

Zur Zeit leitet er die Quechua-Aymara Association for Sustainable Livelihoods (ANDES) in Cusco, Peru
Am 14. Mai 2008 berichtete er auf dem PlanetDiversity-Kongress in Bonn von dem
Kartoffelnetzwerk in den Anden.
Unter dem Titel
Kartoffeln und Beständigkeit des Saatgutes - Verteidigung der Vielfalt des Lebens in den Anden
führte er durch die Aktivitäten seiner Nicht-Regierungs-Organisatio.

In einer Zusammenfassung stellen wir sie ins Internet:
Aufbau von Kollektiveigentum an Land, sowie an genetischen und biologischen Ressourcen
Stärkung der Vielfalt von Kulturpflanzen mitihren Landsorten und dem zugehörigen Lokalwissen
Unterstützung der Reaktivierung alter Landsorten aus öffentlichen und privaten Gernbanken durch indigene Bewohner
Erklärung der Andenregion zur Gentechnikfreien Zone
Austausch von Erfahrung und erlerntem Wissen zwischen lokalen Siedlern und indigenen Dörfern
Entwickeln von autonomen lokalen Genregistern
Unterstützen der indigenen Dörfern in Politik und sozialen Angelegenheiten
Respektive der Ökosysteme-Pufferzonedie den Aufenthalt, geheiligte Orte, Refugien, und Zugang zu den indigenen Dörfern einbeziehen

Zur Technik in der Kartoffelwirtschaft

- Kategorie Kartoffel, Nachrichten

Wie der Deutsche Bauernverband (DB) mitteilt, hat die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft UNIKA die fachliche Basis erweitert.
Neben den bereits aktiv arbeitenden UNIKA-Fachkommissionen Pflanzgut, Phytosanitäre Fragen, Qualitätssicherung und Handels­fragen erfolgte am 31. Januar 2008 mit der konstituierenden Sitzung die Einrichtung einer neuen Fachkommission „Technik in der Kartoffelwirtschaft“, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Die Gründung dieser neuen Fachkommission wurde unterstützt und gefördert durch den Beitritt marktführender Unternehmen im Bereich Technik, die in der UNIKA aktiv an zukunftsorientierten Problemlösungen für die Kartoffelwirtschaft mitarbeiten und somit die UNIKA-Arbeit ergänzen und abrunden.

Arbeitsschwerpunkt der neuen Fachkommission Technik wird die Entwicklung praxisrelevanter Informationen zur Kostenoptimierung und Qualitätsverbesserung in Anbau,
Lagerung, Aufbereitung und Vermarktung von Speise- und Wirtschaftskartoffeln sein. Ferner wird sich die Fachkommission mit Themen befassen, die auf eine Verlängerung der Vermarktungssaison und Steigerung des Anteils vermarktungsfähiger Ware zielen.

Die UNIKA ist die Bündelung der Interessen aller Beteiligten der deutschen Kartoffelwirtschaft. In ihr sind Kartoffelzüchter, -erzeuger, -händler, -abpacker, -verarbeiter sowie die Kartoffeltechnikindustrie vertreten. Die UNIKA ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 inzwischen zu einer entscheidenden Plattform für den Informationsaustausch und die politische Weichenstellung für die Kartoffelwirtschaft in Deutschland geworden. Das Spektrum der UNIKA umfasst fachliche Grundlagenarbeit zur Lösung branchenübergreifender Themen, Information aller interessierten Kreise sowie Meinungsbildung innerhalb der Kartoffelwirtschaft und Kommunikation nach außen mit Politik, Verwaltung, Interessensgruppen und Presse. Die UNIKA will für die gesamte Branche Zukunftsperspektiven sichern, indem der Pflanz-Speise- und Industriekartoffelabsatz erhöht, neue Verwen­dungsmöglichkeiten geschaffen werden und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kartoffelprodukte gesteigert wird.

QUELLE:
Deutsche Bauernverband, www. bauernverband.de

Der Weg der Kartoffel

- Kategorie Kartoffel, Geschichte, Jahr der Kartoffel

Argenpapa, Perú stellte „den Weg der Kartoffel“ vor.
Vor über 8.000 Jahren wurde dieses in aller Welt populäre Nahrungsmittel erstmals vom Menschen im Ackerbau kultiviert. In Peru befindet sich der Welt größte Genbank aus Samen, Zellkulturen und Pflanzensammlungen: Sie besteht 5.000 Landsorten der gesamten Anden-Region. Allein über 2.500 dieser Sorten stammen aus Peru. Biologen, Genetiker und Agraringenieure untersuchen dieses Lebensmittel sowohl in Labors als auch in Feldversuchen mit Hilfe der einheimischen Kleinbauern. Diese Arbeit befindet sich in der Hand der Nicht-Regierungsorganisation <i> Centro Internacional de la Papa</i> (CIP – Internationales Kartoffelzentrum) mit Sitz in Lima, die bereits 1971 begann Sortenmuster der Kartoffel zu sammeln.
David Spooner, Taxonomist aus den USA, ortete den Ursprung dieser Pflanze zwischen dem Südanden-Ort Cusco, der alten Inka-Hauptstadt und der Peruanisch-Bolivianischen Andenhochebene. In dieser Region schlossen sich 2004 in Zusammenarbeit mit dem CIP sechs Gemeinden zum <i>Parque de la Papa</i> (Kartoffelpark) zusammen. Mario Paco Gallegos, Bürgermeister der Gemeinde Paru Paru y Vize-Präsident der «<i>Asociación de Comunidades del Parque de la Papa en Cusco</i>» äußerte sich dazu :
»<i>Wir pflegen die Ursprungskartoffel für unsere Kinder. Zum Anbau nutzen wir keinen Kunstdünger, sondern nur Guano (Stallmist). </i>“
Der Park umfasst ca. 10.000 ha Anbaufläche und wird von 1.200 Familien mit 6.700 Personen bewohnt. Sie bauen zwischen 620 und 640 Sorten zwischen 3.950 und 4.400 m ü.NN. an. Um die 400 dieser Sorten wurden aus der Genbank des CIP genommen, nachdem sie dort von Viren und Krankheiten befreit worden waren. So wie Pamela Anderson, Direktorin des CIP Kund tat, ist es das Ziel den Kleinbauern „ihren Schatz, die Kartoffel zurückzugeben“, damit sie ihre Biodiversität erhalten können. So wurden in den letzten 5 Jahren ca. 25% der Kartoffelsorten aus dem Bestand der CIP-Genbank bereits wieder an die Bauern von 30 Gemeinden verteilt.
Diese Kartoffelsorten unterscheiden sich sowohl in Form (länglich, schraubenförmig und rundlich gedrängt) und Farbe (dunkel, hell, rot, blau, gelb, marmoriert und rosa) als auch in ihrer Krankheitsresistenz, ihrer Klimatoleranz, ihrem Gebrauch, ihrem Nährstoffgehalt, und natürlich in ihrem Geschmack. Daher hat sie mittlerweile auch ihren Platz in der internationalen Spitzenküche gefunden.
Sehen Sie hierzu auch die Rezeptsammlung bei www.toffi.net.

Die Karriere der Knolle

- Kategorie Kartoffel, Nachrichten, Termine, Jahr der Kartoffel

Die Karriere der Knolle lautet der Titel der Wanderausstellung, mit der die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ein Jahr, im von den Vereinten Nationen ausgerufenem Internationalen Jahr der Kartoffeln, die Kartoffel und ihre Bedeutung für die Entwicklungsländer in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken möchte.

Diese Ausstellung dreht sich um vier große Themen:
- Produktion und Verbrauch;
- Botanik und Kultur;
- Vielfalt, Forschung und Züchtung;
- Ernährungssicherung und Entwicklungszusammenarbeit.

Der Besucher erfährt etwas über das Brauchtum in den Anden rund um die Kartoffel und darüber, dass die Bauern in Pilgramsreuth nachweislich die ersten deutschen Kartoffeln angebaut haben. Kartoffelzüchtung und Kartoffelkrankheiten begegnen dem Besucher auf seinem Rundgang ebenso wie stilvolle Bilder von Nahrungsmitteln oder die Geschichte von Linda, der derzeit wohl bekanntesten deutschen Kartoffelsorte.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 18. Januar auf der Internationalen Grünen Woche. Seitdem reist sie durch Deutschland. In Nordrhein-Westfalen ist die Ausstellung zweimal zu sehen: Vom 7. bis 29. Mai ist sie im Stadthaus Bonn, Berliner Freiheit, und vom 13. bis 21. September im Botanischen Garten, Meckenheimer Allee 171, in Bonn vor Ort.

Frankreich: Kartoffelverbrauch scheint wieder zuzunehmen

- Kategorie Kartoffel, Markt, Nachrichten, Jahr der Kartoffel

So wie das britische Potato Council am 01-05-2008 berichtet, steigt der Kartoffelkonsum der Franzosen leicht an. Wie die Organisation in ihrem letzten Euro Potato report feststellte, stieg der Kartoffelkauf von 07-2007 bis 02-2008 um 5% an.

54% der Franzosen essen 2 bis 3 mal die Woche Kartoffeln, 26% 1 mal wöchentlich, und nur 1% verspeist nie Kartoffeln. Mit 53% sind Kartoffelchips das bei weitem bevorzugte Gericht (!). Mit 19% folgt die gekochte Kartoffel, zu 15% wird frittiert, und als Kartoffelbrei wird zu 13% zubereitet.

Durch den allgemeinen Anstieg der Preise für Futtermittel, werden Kartoffeln auch vermehrt in Rationen für Rinderfutter eingesetzt. Das C.N.I.P.T. (Comité National Interprofessionnel de la Pomme de Terre) untersucht zur Zeit die Möglichkeit aussortierte Frischkartoffeln in Futtermittelrationen einzubeziehen.

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