WDR-Podcast zur Entdeckung der Kartoffel
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Kartoffel,
Geschichte,
Jahr der Kartoffel
Hier hören Sie den Beitrag des WDR
31. Juli 1537: Die Spanier entdecken die Kartoffel in Südamerika (Hier anklicken!)
Wir danken Ronald Feisel, WDR-Redaktionsleiter ganz herzlich für die Freigabe der Autorenrechte.
Quelle:
WDR-Hörfunk, ZeitZeichen vom 31. Juli 2007
Die Weltkartoffel
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Kartoffel,
Nachrichten,
Jahr der Kartoffel

Thüringer Kartoffeldenkmal auf Erfurter Bahnhofsvorplatz
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In Erfurt wurde im März 2008 ein Kartoffeldenkmal enthüllt. Die „Heichelheimer Weltkartoffel“ wird über verschiedene Stationen - wo es um Werbemaßnahmen für die Kartoffel geht - den Weg in das Thüringer Kloßmuseum mit seinen Sonderausstellungen und zum 13. „Heichelheimer Kartoffelfest“ am 13.09.2008 weisen.
Thüringen blickt auf eine lange Kartoffel-Tradition zurück: Bereits 1659 wurden erste Kartoffelpflanzen im Botanischen Garten in Jena angebaut. Danach entwickelte sich die Kartoffel auch in Thüringen zum Hauptnahrungsmittel. „Kartoffeln sind aus der Thüringer Küche nicht weg zu denken. Der Thüringer Kloß kämpft derzeit beim Deutschen Patentamt sogar um die Eintragung als Original Thüringer Spezialität“, erläuterte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.
Die Thüringer sind dank ihrer Vorliebe für die heimischen Veredlungsprodukte gute Kartoffelesser. Sie verzehren jedes Jahr 13 kg mehr Kartoffeln als die bundesdeutschen Nachbarn in Ost und West, Süd oder Nord. Statistisch finden so 80 kg Kartoffeln den Weg in Thüringer Töpfe und Pfannen.
Die Kartoffel verfügt über viele ernährungsphysiologische Vorteile: Kartoffeln haben von Natur aus eine hohe Nährstoffdichte, sind reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen und arm an Kalorien. 100 g enthalten nur 70 kcal. Ballaststoffe und Eiweiße sind weitere wertvolle Inhaltsstoffe.
Die einheimischen Kartoffelanbauer haben in den letzten Jahren erheblich investiert. Eine kostenintensive Umstellung der Alttechnik an Maschinen und Geräten hin zu modernen Technologien, die eine schonende Ernte ermöglichen und die Qualität der Knollen erhalten, war notwendig. Im Jahr 2007 wurden auf 2.550 ha Kartoffeln angebaut.
Minister Dr. Sklenar appellierte an die Thüringer, regionale Thüringer Produkte zu kaufen. Gleichzeitig werde mit diesem Kaufverhalten auch noch etwas für die Umwelt getan. Denn: Thüringer Ware kaufen, heißt auch, für kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher zu sorgen. Beim Kauf regionaler Produkte entfallen große Transportstrecken. „Wer Lebensmittel aus Thüringen kauft, setzt positive Signale für die Umwelt und hilft gleichzeitig dem Thüringer Landwirt, seine Anbauflächen zu stabilisieren“, so der Minister.
Peru: Land des Anfangs der Kartoffel
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Jahr der Kartoffel
Die GTZ - Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit hat einen Bericht über die absolute Vielfalt der Kartoffel ins Netz gestellt. Er unterstreicht die Hoffnung, dass die Kartoffel endlich den Menschen den Reichtum geben kann, der eine gesunde Ernährung bedeutet:
Am Flughafen von Lima kann man als Peru-Reisender bunte Kartoffelchips kaufen. Sie werden aus etwa 30 Sorten hergestellt. Einige hundert Packungen gehen jeden Monat über den Ladentisch, drei US-Dollar das Stück. Das Handelsvolumen ist noch gering, doch die Chips bessern bereits das Einkommen einiger Bauernfamilien auf. Ideen wie diese werden gebraucht, damit der Reichtum an Kartoffeln in Peru bleibt und die Menschen ernährt.
In den peruanischen Anden werden über 2000 Sorten kultiviert, hauptsächlich für die Eigenversorgung. Viel wächst nicht auf über 3000 Metern Höhe. Mit 2,5 Millionen Tonnen jährlich ist Peru global gesehen ein kleiner Produzent. China ist mit 73 Millionen Tonnen im Jahr 2006 größter Produzent weltweit gewesen, Deutschland lag mit 11 Millionen Tonnen auf Platz 6. Um die vielen Sorten zu erhalten und aus ihnen Stärke, Chips, Pommes frites und andere Produkte herzustellen, haben sich im Hochtal südlich von Pisac sechs Quechua-Dörfer zusammengetan und den Kartoffelpark „Parque de la Papa“ gegründet. Dort bewirtschaften sie 8600 Hektar Land mit 1200 Kartoffelsorten. Sie beliefern inzwischen die größte Supermarktkette des Landes. Der Park ist auch offen für Touristen. Es gibt ein Besucherzentrum mit Kartoffelschau und ein Kartoffelrestaurant.
Zu jedem Thema vermitteln wir GTZ-Experten als Gesprächspartner.
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Frühkartoffeln: denkbar schlechter Beginn
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Das Landvolk Niedersachsen berichtet über den schlechten Start für den Anbau von Frühkartoffeln in diesem Jahr. Der Start war wirklich schlecht!
Ergiebige Niederschläge zwangen die Pflanzarbeiten immer wieder zum Stillstand. Den bereits gepflanzten Knollen bekommt neben der Nässe auch die Kälte nicht gut. „Die Wachstumsbedingungen sind zurzeit eine Katastrophe“, klagt Ottfried Thieleking, Vorsitzender der Frühkartoffelerzeugergemeinschaft Burgdorf.
Obwohl die leichten Sandböden im Kerngebiet des niedersächsischen Frühkartoffelanbaus um Burgdorf immer sehr schnell wieder abtrocknen, waren die Äcker in der Woche vor Ostern wegen der Nässe überhaupt nicht mehr befahrbar. Bis dahin war mit ungefähr 2.000 Hektar (ha) erst knapp die Hälfte der geplanten Anbaufläche im Gebiet der Erzeugergemeinschaft bestellt, davon 800 bis 1.000 ha unter schützender Folie zur früheren Ernte.
Erhebliche Teile der Folien sind bei den Stürmen in der ersten Märzhälfte zerstört worden, und es ist fraglich, ob die Bauern noch einmal die erheblichen Kosten für eine erneute Abdeckung aufwenden. Die Bauern werden die Bestellarbeiten wegen der anhaltenden Nässe vermutlich erst Anfang April fortsetzen können und geraten damit um eine Woche in Verzug. Sie befürchten nun einen verspäteten Beginn der Erntesaison für Frühkartoffeln.
Kartoffelanbau auf Nordrhein-Westfalens Feldern
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Kartoffelanbau
Dem Volkslied folgend “Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt”. Die Realität 2008 ging in NRW bei den meisten Bauern andere Wege. Die nassen Böden stoppten die Arbeit auf den Feldern, wie die Landwirtschaftskammer NRW meldet.
Eine Schönwetterphase im Februar haben die meisten Landwirte genutzt. Fleißig waren im Februar auch die Kartoffelanbauer. Rund 90 % haben ihre frühen Speisekartoffeln gepflanzt und schützen sie jetzt mit Folie vor Frost. Das schöne Wetter hatte viele Anbauer gelockt, etwa 14 Tage früher als in normalen Jahren zu pflanzen. Seit dem sind sie gut beschäftigt, denn die vielen Stürme haben die Schutzfolie auf den Kartoffeläckern mehrfach gelockert, sodass die Bauern sie immer wieder festmachen mussten.
Jetzt würden die Bauern auch gerne die späteren Sorten pflanzen, die nicht mit Folie geschützt werden, können dies aber nicht, weil die Böden zu nass und die Temperaturen noch zu niedrig sind. Sollte das Wetter, wie vorhergesagt, über Ostern weiterhin kühl und nass bleiben, könnte es spät werden mit dem Kartoffelpflanzen, denn selbst bei Sonnenschein trocknen die nassen Böden einige Tage, bevor die Bauern mit dem Traktor auf den Acker fahren können.
Peruanische Armee ißt ab sofort Kartoffelbrot
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Kartoffel,
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Jahr der Kartoffel
Das Peruanische Verteidungsministerium stellt die Versorgung seiner Soldaten von Weizenbrot auf Kartoffelbrot um.
Wie der peruanische Verteidigungsminister Flores Aráoz Esparza sich dazu äußerte, stieg in den letzten 12 Monaten der Weizenpreis in Peru von 81 EUR je Dezi-Tonne auf 127 EUR um 35%. Nicht zuletzt dadurch verteuerte sich das Weizenbrot um 40% (bei einer Inflationsrate von 4,8%).
Dies sei der Grund, das Brot für die Streitkräfte ab sofort mit Kartoffelmehl zu backen.
Wachsender Bedarf an Bio-Frühkartoffeln
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Nachrichten
Bei der ZMP war am 17. März 2008 zu erfahren, dass in Deutschland der Bedarf an Bio-Frühkartoffeln weiter wächst. Deutsche Bio-Kartoffeln sind momentan für den Lebensmittelhandel auf vertraglich gebundene Partien beschränkt. Der Vorrat an diesen festgelegten Angeboten reicht bis Anfang Mai, während freie Ware kaum noch zu bekommen ist.
Dies fördert den Bedarf an Importware bei den Bio-Frühkartoffeln.
Sie kommt vor allem aus Ägypten und Israel. Jedoch stehen israelische Kartoffeln nur begrenzt zur Verfügung, da aufgrund von landesweiten Frosteinbrüchen im Januar bis zu 30% der Ernte über alle Reifegruppen hinweg verloren ging, so dass in der Regel nur vertraglich zugesicherte Mengen ausgeliefert werden. Da vor allem mittelfrüh-reife Sorten betroffen sind, wird im April eine Angebotslücke erwartet, bis dann mittel-späte Sorten geerntet werden können. Frühreife Sorten sind in den Knollen eher klein geblieben.
Das macht den Weg frei für ägyptische Bio-Frühkartoffeln, die jedoch vom Handel aber nicht überall akzeptiert werden. Sollten israelische Frühkartoffeln und deutsche Winterware nicht mehr greifbar sein, listen einige Handelsketten Bio-Ware aus und ersetzen ihr Premiumangebot durch konventionell produzierte Frühkartoffeln.
Trotzdem steht zu erwarten, dass das Angebot an ägyptischen Bio-Frühkartoffeln im Handel in den nächsten Wochen zunimmt. Obwohl die Importpreise zur Zeit leicht nachgeben, liegen sie spürbar über dem Vorjahresniveau. Der Preisabstand zu deutscher Vorjahresware ist deutlich kleiner als in anderen Jahren.
Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, www.zmp.de, 17.03.2008