Handelsklassenverordnung wird abgeschafft
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Ein Verbraucher erkennt die Kocheigenschaft, der im Handel erhÀltlichen Kartoffeln an der farbigen Kennzeichnung der Verpackung:
- grĂŒn sind fest kochende Sorten
- rot sind vorwiegend fest kochenden Sorten
- blau sind die mehlig kochenden Sorten.
Auch die QualitÀt der Kartoffel wird eingeteilt in
- Klasse âExtraâ
- Klasse âIâ
Das Bundesministeriums fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begann 2005 mit der Ăberarbeitung dieser Handelsklassenverordnung. Gleichchzeitig wurde diese Ăberarbeitung 2006 als Entwurf nach BrĂŒssel eingereicht, um dort einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung dieser neuen Verordnung zu stellen.
Jetzt wurde mitgeteilt, dass die Tage der Handelsklassenverordnung (HkVO) fĂŒr Kartoffeln gezĂ€hlt sind. Diese Verordnung ist in des Zeiten des BĂŒrokratieabbaus politisch ganz offensichtilich nicht mehr gewollt. Dies teilten Vertreter des BMELV dem Ausschuss der SpitzenverbĂ€nde mit. Der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) zeigt sich sehr erfreut darĂŒber, dass sich nach Jahren der Kartoffelhandel mit seinem Antrag endlich durchsetzen konnte. Allerdings ist zur Aufhebung der HkVO noch ein Bundesratsbeschluss nötig, der aber erst im Jahr 2009 zu erwarten ist.
Wie der Verbraucher dann die QualitÀt der einzelnen Kartoffel unterscheiden wird, ist jedoch letztendlich noch nicht geklÀrt.
Quelle: RT, 28-11-2007
Im Dezember Zunahme beim Verbrauch von Speisekartoffeln erwartet
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Der ZMP folgend (27-11-2007) sind die Dezember-Aussichten fĂŒr den Kartoffelmarkt positiv:
Allem Anschein nach sollte das Angebot an Speisekartoffeln im Dezember bedarfsgerecht ausfallen. Die QualitĂ€ten im WinterlĂ€gern sollten zu keinen Problemen fĂŒhren. Das Weihnachts-GeschĂ€ft wird es sicherlich erste Partien der neuen Ernten aus Marokko, Italien oder aus Zypern geben. Marktrelevant dĂŒrften diese Mengen jedoch nicht sein. Als Rohstoff fĂŒr Pommes-Frites wird die diesjĂ€hrige Ernte als umfangreich eingeschĂ€tzt. Dennoch dĂŒrfte es im Dezember zu keinem AngebotsĂŒberschuss kommen, zumal auch hier die LagerfĂ€higkeit gegeben ist.
Das Interesse an Speisekartoffeln wird Anfang Dezember wieder erwachen. Da Abpackbetriebe fĂŒr das WeihnachtsgeschĂ€ft disponieren, wird die Nachfrage lebhafter. Ab der zweiten MonatshĂ€lfte könnte es wieder ruhiger werden. Eine Absatzbelebung von Seiten des Exports ist noch nicht zu erwarten, nennenswertes Kaufinteresse dĂŒrfte erst gegen Ende des Winters aufkommen.
Speise- und Verarbeitungsware bleiben im Dezember wesentlich gĂŒnstiger als im Vorjahr. AufschlĂ€ge fĂŒr die Lagerung dĂŒrften bis Dezember bei Speiseware durchzusetzen sein. Ein Trend zu fortwĂ€hrend steigenden Preisen ist dies aber nicht. Frittenrohstoff wird möglicherweise nicht teurer, der Markt dĂŒrfte auf das Preisniveau von Ende Oktober/Anfang November zurĂŒckkehren.
Quelle: ZMP, http:/ /www.zmp.de
Veröffentlichungsdatum: 27.11.2007
Kartoffelmarkt in Deutschland, Herbst 2007
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Die ZMP informierte am 26.11.2008 ĂŒber den Stand des Kartoffelmarktes 2007 in Deutschland:
Hohe ErtrĂ€ge erbrachten bei der diesjĂ€hrigen Kartoffelernte in Deutschland eine wesentlich gröĂere Menge als im Vorjahr. BerĂŒcksichtigt man die Importe, die Verluste und das Aufkommen aus dem Kleinanbau ist das verfĂŒgbare Angebot
mit 12,7 Millionen Tonnen um gut 1,5 Millionen Tonnen oder 18 Prozent gröĂer als im Wirtschaftsjahr 2006/07. Am Markt dĂŒrfte der Zuwachs aber problemlos unterzubringen sein. Allein 900.000 Tonnen könnten zusĂ€tzlich als StĂ€rke- und Brennereikartoffeln verwendet werden.
Bei den Ausfuhren frischer Kartoffeln waren schon im Herbst sehr lebhafte GeschĂ€fte zu verzeichnen, so dass auch diese Position wĂ€chst. Als RestgröĂe der Verwendungsbilanz werden Futterkartoffeln ausgewiesen. Davon wird es â trotz groĂer Ernte â wohl kaum mehr als im Wirtschaftsjahr 2005/06 geben. Gleichzeitig schmĂ€lern umfangreiche, qualitĂ€tsbedingte AbgĂ€nge diesen Warenposten. ĂberschĂŒsse am deutschen Kartoffelmarkt sind mithin nicht zu erwarten.
Quelle und Copyright: ZMP GmbH, 26-11-2007, http:/ /www.zmp.de
Erzeugerpreise und Entwicklung auf dem Kartoffelmarkt
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Der Deutsche Bauernverband (DBV)
gab am 12. November 2007 eine Grafik zur Preisentwicklung der Erzeugerpreise fĂŒr Kartoffeln, also des Preises den der Bauer beim Verkauf erhĂ€lt, fĂŒr den Zeitraum 32. Kalenderwoche 2005 bis 44. Kalenderwoche 2007 heraus. Demnach erhĂ€lt der Bauer Anfang November 2007 ca. 11,50 Euro je 100 kg Speisekartoffeln, was 11,5 Cent je kg (!) Speisekartoffel entspricht.
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Gleichzeitig informierte er in einem Artikel ĂŒber das neue Konzept des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) zur Steigerung des Kartoffelumsatzes. Der LEH erwartet mit einer neuen, attraktiveren PrĂ€sentation der Kartoffel den Umsatz um bis zu 20 % steigern zu können.
Vor allem jĂŒngere Verbraucher sprechen gut auf diese neue PrĂ€sentation an. Das habe ein von CMA und real,- durchgefĂŒhrter Testmarkt gezeigt. Entscheidende Bedeutung haben die Verpackung und die Art der PrĂ€sentation. Mit neuem WarentrĂ€ger und verbesserter Verpackungsgestaltung wurden vor allem jĂŒngere Verbraucher angesprochen.
KĂ€ufer bis 29 Jahre bewerteten diese neue Verpackung mit der Durchschnittsnote 1,8. Die KĂ€ufergruppe 50 Jahre und Ă€lter bewertete sie durchschnittlich mit 2,1. Demnach kann mit neuer und moderner Verpackung vor allem die KĂ€ufergruppe gewonnen werden, mehr Kartoffeln zu konsumieren, bei der die Begeisterung fĂŒr die Kartoffel eindeutig zurĂŒckgegangen war. Vor allem farbliche Gestaltung und eine Beschreibung ĂŒber mögliche Zubereitungsmöglichkeiten wurden von jungen KĂ€ufern positiv bewertet.
Quelle:
Deutsche Bauernverband (DBV)
www.bauernverband.de
Top-Ten-Kartoffelernte
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Die FAO
hat zum Jahr der Kartoffel 2008 die weltweite LĂ€nder-Top-10 fĂŒr die Kartoffelernte aus dem Jahr 2005 veröffentlicht:
Kartoffelproduktion, 2005 (in Tonnen)

1. China…………………………….73,036,500
2. Russische Federation……36,400,000
3. Indien……………………………25,000,000
4. Ukraine…………………………19,480,000
5. USA………………………………19,111,030
6. Deutschland………………….11,157,500
7. Polen…………………………….11,009,390
8. Belarus (WeiĂrussland)…..8,185,000
9. Niederlande…………………….6,835,985
10. Frankreich…………………….6,347,000
Source: FAO/ESS, www.fao.org
Kartoffelanbau im Vergleich: Deutschland, EU 25 und die Welt
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Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V.
veröffentlichte einen Vergleich des Kartoffelanbaus in Deutschland mit EU 25 und der Welt aus dem Jahr 2006:
…………………………AnbauflĂ€che…………….Erntemenge…………….mittlerer Ertrag
Deutschland…………276.000 ha…………….9.858.000 to…………….357,2 dt/ha
Polen…………………..597.000 ha……………..8.958.000 to…………….150,1 dt/ha
EU 25 (igs.)………1.948.000 ha…………..52.600.000 to…………….270,0 dt/ha
Welt………………..18.622.000 ha…………300.000.000 to…………….161,1 dt/ha
[right]Quelle: UNIKA, 2006[/right]
Die weltweite KartoffelanbauflĂ€che betrĂ€gt damit gut die HĂ€lfte der FlĂ€che der Bundesrepublik Deutschland, auf der umgerechnet ca. 45 kg Kartoffel je ErdenbĂŒrger produziert werden.
Dies verdeutlicht die Bedeutung der Kartoffel, was die Generalversammlung der Vereinten Nationen veranlasst hat,
2008 zum Internationalen Jahr der Kartoffel (www.un.org/News/Press/docs/2005/ga10441.doc.htm)
zu erklÀren.
Zur Menge der Kartoffelernte in verschiedenen LĂ€ndern
sehen Sie auch die Zahlen der FAO (www.fao.org).
Quelle:
Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V., www.unika-ev.de/index.php
Kartoffel-ErtrÀge im Laufe der Zeit - die Entwicklung der letzten 100 Jahre
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Kartoffelanbau
Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (http://www.unika-ev.de/index.php)
veröffentlichte die Entwicklung der Kartoffelernte in Deutschland von 1903 bis 2007:
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Eine gegenlÀufige Entwicklung zeigt sich beim Vergleich der KartoffelertrÀge.
WĂ€hrend um die Jahrhundertwende um 1903 erst 120 dt je ha geerntet wurden, waren es 1950 mit 245 dt/ha fast doppelt so viel und im Jahre 2000 mit 433 dt/ha fast das 3-fache des Hektar-Ertrages von 1903.
Im Jahre 2006 lagen die durchschnittlichen ErnteertrÀge bei 359 dt/ha.
Insgesamt wurden in Deutschland
1903 -> 40 Mio. Tonnen,
1950 -> 27 Mio. Tonnen
2000 -> 13 Mio. Tonnen
und
2007 -> 11,6 Mio. Tonnen
Kartoffeln erzeugt.