Die Zukunft der Kartoffelstärke
- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, Markt, ForschungDie Dipl.-Ing. Anita Kamptner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich äußert sich zur Zukunft der Kartoffelstärke. Stärkekartoffeln stehen im Wettbewerb mit dem Getreide. Die höheren Getreidepreise bewirken die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Kartoffelstärke. Vor dem Hintergrund dieser geänderten Marktbedingungen sagt sie daher der Erzeugung von Stärkekartoffeln eine sehr gute Zukunft vorher.
Der Stärkekartoffelsektor wird beeinflusst vom Wachstum der Weltbevölkerung (jährlich rund 80 Millionen Menschen), was die Ackerfläche pro Kopf reduziert, den veränderten Ernährungsgewohnheiten in den “Schwellenländern” hin zu mehr Fleisch sowie die dadurch bedingte weltweit knappe Versorgungsbilanz bei Weizen und Mais, und zu guter Letzt dem Rückzug der Politik aus dem internationalen Marktgeschehen, so Werner Hilse, Präsident des europäischen Stärkekartoffelverbandes (CESPU). Bei der Preisfindung für Kartoffelstärke haben die Preisentwicklungen auf dem Getreidemarkt, sowie die Kostensteigerung für Betriebsmittel und Boden einen wesentlichen Einfluss.
Angesichts der Entwicklung der Märkte ist die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit von Stärkekartoffeln das Ziel. Die Stärkekartoffelproduktion hat die Möglichkeit für Regionen ein landwirtschaftliches Einkommen zu sichern, in denen andere Alternativen fehlen. Da langfristig die Preise für Getreide weiter steigen werden, wird dies einen Einfluss auf die Stärkepreise haben, und diese Regionen weiter stützen. Allgemein ist der Kartoffel eine höheren Flächenproduktivität als Getreide zu attestieren, daher wird die Kartoffelstärke im Wettbewerb mit dem Getreide weiter bestehen können.
