Die Zukunft der Kartoffelstärke
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Die Dipl.-Ing. Anita Kamptner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich äußert sich zur Zukunft der Kartoffelstärke. Stärkekartoffeln stehen im Wettbewerb mit dem Getreide. Die höheren Getreidepreise bewirken die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Kartoffelstärke. Vor dem Hintergrund dieser geänderten Marktbedingungen sagt sie daher der Erzeugung von Stärkekartoffeln eine sehr gute Zukunft vorher.
Der Stärkekartoffelsektor wird beeinflusst vom Wachstum der Weltbevölkerung (jährlich rund 80 Millionen Menschen), was die Ackerfläche pro Kopf reduziert, den veränderten Ernährungsgewohnheiten in den “Schwellenländern” hin zu mehr Fleisch sowie die dadurch bedingte weltweit knappe Versorgungsbilanz bei Weizen und Mais, und zu guter Letzt dem RĂĽckzug der Politik aus dem internationalen Marktgeschehen, so Werner Hilse, Präsident des europäischen Stärkekartoffelverbandes (CESPU). Bei der Preisfindung fĂĽr Kartoffelstärke haben die Preisentwicklungen auf dem Getreidemarkt, sowie die Kostensteigerung fĂĽr Betriebsmittel und Boden einen wesentlichen Einfluss.
Angesichts der Entwicklung der Märkte ist die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit von Stärkekartoffeln das Ziel. Die Stärkekartoffelproduktion hat die Möglichkeit für Regionen ein landwirtschaftliches Einkommen zu sichern, in denen andere Alternativen fehlen. Da langfristig die Preise für Getreide weiter steigen werden, wird dies einen Einfluss auf die Stärkepreise haben, und diese Regionen weiter stützen. Allgemein ist der Kartoffel eine höheren Flächenproduktivität als Getreide zu attestieren, daher wird die Kartoffelstärke im Wettbewerb mit dem Getreide weiter bestehen können.
Norwegen: Kartoffelernte 2007
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Statistics Norway
berichtet, dass in Norwegen
2007 insgesamt 318.400 Tonnen Kartoffeln gegenĂĽber
2006 mit 378.300 Tonnen und
2005 mit 316.600 Tonnen erzeugt wurden.
Der Ertrag je ha lag bei 22,7 Tonnen gegenĂĽber 27 Tonnen 2006 und 23 Tonnen 2005.
Das größte Kartoffelnanbaugebiet Norwegens war letztes Jahr Hedmark mit 132.000 Tonnen, gefolgt von Vestfold mit 34.400 Tonnen und Oppland mit 31.700 Tonnen.
Hedmark liegt wie Vestfold und Oppland im Südosten Norwegens. Während Hedmark und Oppland eine Oberfläche von gut 25.000 km² besitzen und eine Bewölkerungsdichte von ca. 7 Bew./km² leben im nur 2.200 km² großen Vestfold über 100 Menschen je km²
Kartoffelnetzwerk in den Anden
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Alejandro Argumedo
ist GrĂĽndungsmitglied und Co-Chairman im Call of the Earth Steering Committee.
Er ist Agraringenieur in Peru, und war ĂĽber lange Jahre aktiv in indigenen Inititativen im Prozess der Anerkennung des Indigenous peoples rights bei den Vereinten Nationen.
Zur Zeit leitet er die Quechua-Aymara Association for Sustainable Livelihoods (ANDES) in Cusco, Peru
Am 14. Mai 2008 berichtete er auf dem PlanetDiversity-Kongress in Bonn von dem
Kartoffelnetzwerk in den Anden.
Unter dem Titel
Kartoffeln und Beständigkeit des Saatgutes - Verteidigung der Vielfalt des Lebens in den Anden
führte er durch die Aktivitäten seiner Nicht-Regierungs-Organisatio.
In einer Zusammenfassung stellen wir sie ins Internet:
Aufbau von Kollektiveigentum an Land, sowie an genetischen und biologischen Ressourcen
Stärkung der Vielfalt von Kulturpflanzen mitihren Landsorten und dem zugehörigen Lokalwissen
Unterstützung der Reaktivierung alter Landsorten aus öffentlichen und privaten Gernbanken durch indigene Bewohner
Erklärung der Andenregion zur Gentechnikfreien Zone
Austausch von Erfahrung und erlerntem Wissen zwischen lokalen Siedlern und indigenen Dörfern
Entwickeln von autonomen lokalen Genregistern
Unterstützen der indigenen Dörfern in Politik und sozialen Angelegenheiten
Respektive der Ökosysteme-Pufferzonedie den Aufenthalt, geheiligte Orte, Refugien, und Zugang zu den indigenen Dörfern einbeziehen
“Bamberger Hörnchen” ist Kartoffelsorte des Jahres 2008
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Bamberger Hörnchen wurde am Montag in Hannover von mehreren Landwirtschafts- und Umweltorganisationen zur «Kartoffel des Jahres 2008» gekürt. Durch diese Wahl will die Jury ein deutliches Zeichen für den Fortbestand dieser vom Aussterben bedrohten alten Landsorte setzen.
Die fingerförmigen Knollen dieser Sorte gehören zur Gruppe der sogenannten Kipfler- oder Zapfenkartoffeln. Sie wurde bereits in der ersten deutschen Kartoffelmonografie 1819 erwähnt. Die Knollen sind dünn, fingerlang und eher klein. Ihre Besonderheit ist der nussige Geschmack und die feste Konsistenz. Als regionale Spezialität konnte sich das «Hörnle» in Franken behaupten. Ausschlaggebend dafür war das zähe Festhalten der Franken an ihrer Regionalküche. Das «Bamberger Hörnchen» verschwand ab Mitte der 1950er Jahre vor allem wegen der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft. Seine länglichen Knollen sind für Erntemaschinen ungeeignet.
Die Auszeichnung «Kartoffel des Jahres» wurde zum dritten Mal unter anderem von den Bio-Anbauverbänden Bioland und Ökoring sowie vom Verein Slow Food und mehreren Nutzpflanzen-Verbänden vergeben. Mit der Auszeichnung soll für die Erhaltung der Kartoffelvielfalt sensibilisiert werden. Im vergangenen Jahr wurde die Kartoffelsorte «Linda» und im Jahr 2006 die blaufleischige Sorte «Blauer Schwede» (Blue Congo) gekürt.
Quelle:
ddp.djn/sff/mbr
© ddp
Kartoffelanbau in Verzug
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Am 24. April berichtete agrarheute.com, dass die Kartoffel-Pflanzungen sich drei Wochen in Verzug befinden. Erst 50 Prozent der für Anschlusssorten vorgesehenen Fläche ist bestellt, und Frühkartoffelanbauer rechnen schon jetzt nicht mehr mit einer guten Ernte.
Nach einer Umfrage des Landvolks Niedersachsen konnten nur wenige Flächen einigermaßen fristgerecht bestellt werden, und auf schätzungsweise zehn bis 20 Prozent der Frühkartoffel-flächen war die Pflanzung sogar erst Ende April möglich. Wegen der anhaltend starken Niederschläge waren die Äcker lange Zeit nicht befahrbar. Außerdem bremsten Nässe und Kälte auch das Wachstum und verursachten erhöhten Krankheitsdruck. Lediglich die früh ausgepflanzten und mit Folie abgedeckten Frühkartoffelbestände sind jetzt einigermaßen zufrieden stellend entwickelt und erholen sich deutlich, aber auch sie liegen im Wachstum ungefähr eine Woche zurück.
Mit dem Anstieg der Temperaturen kommt das Kartoffelwachstum voran, stellt O. Tieleking, Vorsitzender der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft Burgdorf, fest. Trotz der gebremsten Enwicklung geht Thieleking davon aus, dass die Ernte der Frühkartoffeln ab dem 20. Mai und damit kaum später als sonst beginnt, allerdings mit geringeren Erträgen. Zudem dürfte sich die Ernte über einen längeren Zeitraum hinziehen. Besonders katastrophal sei die Situation bei den Anschlusssorten, klagt Thieleking. Bisher sind erst schätzungsweise 50 Prozent der vorgesehenen Flächen bestellt, die Arbeiten sind damit drei Wochen in Verzug. Diese Verzögerung ist nicht mehr aufzuholen und schlägt sich in Ertragseinbußen nieder.
(lpd)
Kartoffelanbau: Tipps der Ă–sterreichischen Bauernzeitung
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Die Ă–sterreichische Bauernzeitung gibt allgemeine Empfehlungen zum landwirtschaftlichen Kartoffelanbau:
Bodenbearbeitung, Pflanzung und Dammaufbau sollen für die Kartoffelpflanze optimale Wuchsbedingungen schaffen und auch für günstige Voraussetzungen bei weiteren Arbeitsschritten von der Unkrautregulierung bis zur Ernte sorgen. Steine und Schrollenbildung sind daher unerwünscht und so weit wie möglich zu vermeiden.
Die Reihenweite ist durch die maschinelle Ausstattung vorgegeben und beträgt zumeist 75 cm. Bei einem Zielbestand von 40.000 Pflanzen je ha ergibt sich ein rechnerischer Pflanzabstand von rund 33 cm. Dieser Richtwert wird in der Praxis durch Nutzungsrichtung, Sorteneigenschaften, Pflanzgutsortierung und -qualität, mitunter auch Bodenart und Wasserverfügbarkeit, modifiziert.
Eine wichtige Grundlage ist die Verwendung hochwertiger Saatkartoffeln. Diese ist am sichersten bei Verwendung von geprüftem, zertifiziertem Pflanzgut gewährleistet.
Die Vorkeimung des Pflanzgutes lohnt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen. Vor allem keimruhige Sorten sollten aber zumindest in Keimstimmung gebracht werden.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Ablagetiefe der Pflanzknollen. Diese sollten knapp unterhalb des ursprünglichen Ackerniveaus zu liegen kommen. Bei der Ausformung des Dammes ist darauf zu achten, dass dieser nicht spitz zusammenläuft, sondern ein flaches Dach aufweist. Dies bewirkt stabilere Dämme, deren Flanken weniger abschwemmgefährdet sind.
FrĂĽhkartoffeln: denkbar schlechter Beginn
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Das Landvolk Niedersachsen berichtet ĂĽber den schlechten Start fĂĽr den Anbau von FrĂĽhkartoffeln in diesem Jahr. Der Start war wirklich schlecht!
Ergiebige Niederschläge zwangen die Pflanzarbeiten immer wieder zum Stillstand. Den bereits gepflanzten Knollen bekommt neben der Nässe auch die Kälte nicht gut. „Die Wachstumsbedingungen sind zurzeit eine Katastrophe“, klagt Ottfried Thieleking, Vorsitzender der Frühkartoffelerzeugergemeinschaft Burgdorf.
Obwohl die leichten Sandböden im Kerngebiet des niedersächsischen Frühkartoffelanbaus um Burgdorf immer sehr schnell wieder abtrocknen, waren die Äcker in der Woche vor Ostern wegen der Nässe überhaupt nicht mehr befahrbar. Bis dahin war mit ungefähr 2.000 Hektar (ha) erst knapp die Hälfte der geplanten Anbaufläche im Gebiet der Erzeugergemeinschaft bestellt, davon 800 bis 1.000 ha unter schützender Folie zur früheren Ernte.
Erhebliche Teile der Folien sind bei den Stürmen in der ersten Märzhälfte zerstört worden, und es ist fraglich, ob die Bauern noch einmal die erheblichen Kosten für eine erneute Abdeckung aufwenden. Die Bauern werden die Bestellarbeiten wegen der anhaltenden Nässe vermutlich erst Anfang April fortsetzen können und geraten damit um eine Woche in Verzug. Sie befürchten nun einen verspäteten Beginn der Erntesaison für Frühkartoffeln.