Die Karriere der Knolle

- Kategorie Kartoffel, Nachrichten, Termine, Jahr der Kartoffel

Die Karriere der Knolle lautet der Titel der Wanderausstellung, mit der die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ein Jahr, im von den Vereinten Nationen ausgerufenem Internationalen Jahr der Kartoffeln, die Kartoffel und ihre Bedeutung für die Entwicklungsländer in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken möchte.

Diese Ausstellung dreht sich um vier große Themen:
- Produktion und Verbrauch;
- Botanik und Kultur;
- Vielfalt, Forschung und Züchtung;
- Ernährungssicherung und Entwicklungszusammenarbeit.

Der Besucher erfährt etwas über das Brauchtum in den Anden rund um die Kartoffel und darüber, dass die Bauern in Pilgramsreuth nachweislich die ersten deutschen Kartoffeln angebaut haben. Kartoffelzüchtung und Kartoffelkrankheiten begegnen dem Besucher auf seinem Rundgang ebenso wie stilvolle Bilder von Nahrungsmitteln oder die Geschichte von Linda, der derzeit wohl bekanntesten deutschen Kartoffelsorte.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 18. Januar auf der Internationalen Grünen Woche. Seitdem reist sie durch Deutschland. In Nordrhein-Westfalen ist die Ausstellung zweimal zu sehen: Vom 7. bis 29. Mai ist sie im Stadthaus Bonn, Berliner Freiheit, und vom 13. bis 21. September im Botanischen Garten, Meckenheimer Allee 171, in Bonn vor Ort.

Ausstellung zur Kartoffel in Deutschland

- Kategorie Kartoffel, Geschichte, Termine

Berlin (ddp-bln).
Die Karriere der Kartoffel begann in Berlin. Im Botanischen Museum zeigt eine Ausstellung ab Freitag (4. April) den Weg der anfangs unbeliebten Knolle zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel. Die «Papa», wie sie in Südamerika genannt wird, war Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa gekommen, doch sie wurde kaum angebaut. Denn schon damals galt: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.

Erst Preußenkönig Friedrich II (1712 - 1786) wollte das ändern und veranstaltete öffentliche Kartoffelessen. Schließlich musste der «Alte Fritz» zu einer List greifen. Die Legende erzählt, er habe ein Kartoffelfeld von Soldaten bewachen lassen. Die Bauern sollten die Knolle für eine wertvolle Frucht halten und klauen - unter den Augen der Bewacher, die auf Anweisung des Preußenkönigs natürlich wegschauten.
Doch die Vorurteile in der Bevölkerung waren größer. Gründe für die Vorbehalte lieferte unter anderem das Aussehen der Kartoffelpflanze, denn sie ähnelt halluzinogenen Gewächsen wie Bilsenkraut oder Alraune. Außerdem bildet sie oberirdisch giftige Beeren. «Die Kartoffel war Mode, weil sie aus der Neuen Welt kam. Damen des Hofes steckten sich gerne die Blüten ins Haar, doch für die Ernährung des Volkes war sie unwichtig», erzählt der Direktor des Botanischen Museums Berlin, Walter Lack.

Der große Durchbruch für die Kartoffel kam erst mit dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763). «Die Herrscher standen vor dem Problem: Wie ernähre ich Zehntausende junger Männer, die sich hinterher gegenseitig umbringen?», sagt Lack. Friedrich II. beantwortete diese Frage im Jahr 1756 mit dem «Kartoffelbefehl» und zwang die Bauern zum Anbau.
Besonders wichtig war das für die sandige Mark Brandenburg, die der «Alte Fritz» weiterentwickeln wollte. «Brandenburg war immer das Armenhaus», erzählt Lack. Das feuchte, ungünstige Klima, karge Böden und die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges führten dort zu riesigen Problemen in der Landwirtschaft. Industrialisierung und Bevölkerungsexplosion machten die Kartoffel im 19. Jahrhundert schließlich zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Europa.

Auch heute spielt das Nachtschattengewächs eine große Rolle in der Ernährung. «Nach Reis, Weizen und Mais ist die Kartoffel das wichtigste Nahrungsmittel weltweit», betont der Museumsdirektor. Der Kartoffelkonsum steige, aber nur in den Entwicklungsländern. In den reichen Industrienationen werden immer weniger «Erdäpfel» verzehrt. Deutschland sei mit 60 Kilogramm Jahresverbrauch pro Kopf keine Kartoffelnation mehr. Der Spitzenreiter unter den Kartoffelessern sei Russland mit 250 Kilogramm pro Einwohner.
Wer Kochrezepte finden will, sucht in der Ausstellung allerdings vergeblich. Stattdessen gibt es anschauliche Produkte aus der Knolle. Komposttüten, Becher, Handcremes - überall ist Kartoffel drin. «Man kann sie nicht nur essen», sagt Lack. Jede dritte Knolle landet nach der Ernte in der Industrie statt auf dem Teller. Über die Vorteile der Kartoffelstärke informiert die Ausstellung: Die Stärke quillt besser als die Konkurrenz, ist ein nachwachsender Rohstoff und biologisch abbaubar.

Doch die Kartoffel hat mehr Potenzial. Neben den bekannten gelben Sorten gibt es einige, die violettes, blaues oder pinkfarbenes Fruchtfleisch bilden. Die Industrie überlegt inzwischen, wie sie diesen Farbstoff zum Färben von Lebensmitteln verwenden kann. Dieses Anwendungsgebiet kannten auch die Indios in Peru, die schon vor Jahrhunderten die ersten Kartoffeln anbauten. Sie färbten so ihre Textilien.
Die Wanderausstellung «Kartoffelwelt. Karriere einer Knolle» ist anlässlich des Internationalen Kartoffeljahres 2008 vom 4. April bis 4. Mai im Botanischen Museum Berlin-Dahlem zu sehen. Erwachsene zahlen zwei Euro Eintritt, ermäßigt kostet er einen Euro. Wer den Botanischen Garten besucht, darf kostenfrei in die Ausstellung.
Quelle: ddp

International Year of the Potato: Patente, Kartoffel und Technologie

- Kategorie Kartoffel, Termine, Jahr der Kartoffel

Am 11. April 2008 findet am Wageningen University and Research Centre, Niederlande eine Internationale Konferenz statt zu dem Thema
Patente, Kartoffel und Technologie
Dort werden die „möglichen Spannungen“ diskutiert, die entstehen zwischen öffentlichen Einrichtungen, die ihre Erfindungen in den Lebens-Wissenschaften (life sciences) durch Patente schützen, und dem Bedarf von Entwicklungsländern, Zugang zu neuen Technologien zu haben.
Internationale Experten werden ihre Einsichten zu diesem komplexen Thema darlegen. Es wird eine besondere Referenz zur Kartoffel-Forschung in Wageningen gegeben sein, und mögliche Lösungen dieses Dilemmas werden dargestellt werden.

Internationales Jahr der Kartoffel: Schottland als Gastgeber

- Kategorie Kartoffel, Nachrichten, Termine, Jahr der Kartoffel

Im August 2008 wird Dundee Gastgeber einer UN Konferenz aus Anlass des Internationalen Jahrs der Kartoffel.
Dies wurde vom “Scottish Crop Research Institute (SCRI)”, Edingburgh bekanntgegeben.
Unter anderen wird Dr. Pamela Anderson, Generaldirektorin des Internationalen Kartoffelzentrums in Lima, Peru einen Vortrag zur Entwicklung der Kartoffel halten.
Ernährungssicherheit und der Beitrag der Kartoffel dazu werden das zentrale Thema der Konferrenz sein.

Das Geschäft mimt BiO-Lebensmitteln

- Kategorie Allgemein, Termine

Alles Bio - oder was?

So viele Male wollte er in diesem Jahr seine Kartoffeln aus dem Boden holen. So viele Male machte ihm der Regen einen Strich durch die Rechnung. Walter Kress weiß selbst nicht mehr, wie oft. Bei allem Erfolg, in dem sich die Biobranche derzeit sonnt - den Launen des Wetters sind auch sie ausgesetzt. Kress, Biobauer der ersten Stunde, nimmt es gelassen.

Ändern lasse es sich sowieso nicht. Und mit eben dieser Gelassenheit betrachtet er auch die Veränderungen im Biomarkt. Jetzt, wo mit Bio plötzlich richtig Geld zu verdienen ist, springen sie alle auf: die großen Supermarktketten, Händler und Landwirte, von denen einer wie er früher belächelt wurde. Kress sieht dabei Chancen: Bio ist massenfähig geworden, das sei gut für’s Geschäft. Tatsächlich können die deutschen Biobauern mit der Nachfrage überhaupt nicht mehr Schritt halten. Bio boomt - doch immer mehr Ware kommt aus dem Ausland. Mit der Ursprungsidee der Biobauernhöfe, gesunde Lebensmittel möglichst direkt zu verkaufen, hat dies nichts mehr zu tun.

Die Sendung besucht aber auch einen Schweizer Investor, der in Osteuropa in großem Stil Bioware produzieren lässt. Redakteur Hanspeter Michel will wissen, worin der Unterschied zwischen der Ökoware eines Discounters wie Lidl und den Produkten im Naturkosthandel besteht - und fragt: wofür steht denn jetzt: BIO?

Sehen Sie hierzu die TV-Sendung am Montag, 19. November 2007, 22.30 - 23.15 Uhr,
im SWR
QUELLE: SWR, www.swr.de/betrifft/index.html

Kartoffelfest in der Innenstadt in 59387 Lüdinghausen

- Kategorie Kartoffel, Termine

Am 04.11.2007
findet zum siebten Mal in
59348 Lüdinghausen
veranstaltet von der Lüdinghausen Marketing e.V. das

Lüdinghausener Kartoffelfest

mit seinem Kulinarischen Angebot rund um die Kartoffel statt.
Neben dem Kartoffelfest finden die Besucher in der Innenstadt ein Traktor-Oldtimer-Treff sowie von 13:00 bis 18:00 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag.

Informationen gibt es bei Telefon: 02591-78008 oder E-mail: info@luedinghausen-marketing.de

Kartoffelsamstag in Herbern-Ascheberg in Westfalen

- Kategorie Kartoffel, Termine

Am 27.Oktober findet in Herbern, Ascheberg (Westf.) zwischen 11.00 und 18.00 Uhr
der Kartoffelsamstag statt:

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54ae9ea06e.jpgKartoffelsamstag in Herbern

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Die Werbegemeinschaft Herbern Parat ist der Träger dieses 9. Kartoffelfestes.
Kinder werden Königskartoffeln basteln, in einem Wettbewerb für Kinder werden diese die schwerste Kartoffel suchen.
Auch die Küche wird durch Reibekuchen und andere westfälische Kartoffelspezialitäten glänzen.

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