Bio-Kartoffel-Fertigprodukte getestet

- Kategorie Kartoffel, Rezepte, Vermischtes, Nachrichten, Marketing

Ă–kotest >/www.oekotest.de/<
untersuchte und bewertete tiefgekühlte Bio-Kartoffel-Fertigprodukte wie z.B. Kroketten oder Röstis.
Dabei zeigte das Ergebnis, dass diese Kartoffelweiterverarbeitungen nicht unbedingt zu empfohlen sind. Der Test machte erstmals deutlich, dass in diesen weiterverarbeiteten Produkten ein neu entdeckter Schadstoff auftritt, dessen gesundheitliche Auswirkungen jedoch noch nicht hinreichend untersucht sind (Wir werden darĂĽber berichteten).
Die Bio-Produkte decken die ganze Notenskala ab:
GrĂĽnes Land (Real) Bio Kartoffelecken waren “sehr gut”,
Demeter Natural Cool Kartoffelpuffer und Schwarmstedter Bio-Rösti-Ecken waren “gut” und
Lutosa Bio Backofen Kroketten schnitten mit “mangelhaft” ab.

Indien: Sehr starke Zunahme der Kartoffelproduktion in der Provinz Gujarat

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, Nachrichten, Marketing

Wie die Internet-Nachrichtenbörse commodityonline.com aus GANDHINAGAR, Indien berichtet, erwartet die Industrieprovinz Gujarat an der indischen Nordwestküste in diesem Winter eine weitere starke Zunahme (20% Wachstum) der Kartoffelernte. Nachdem 156.000 Tonnen Kartoffel gepflanzte wurden, wird mit einer Ernte von 1,34 Millionen Tonnen Kartoffeln gerechnet.

Dadurch bedingt sich das ein Anwachsen des Exports von 5.000 Tonnen im vergangenem Jahr auf erwartete 6.500 Tonnen in diesem Jahr. FĂĽr die Zukunft wird weiter ein starkes Wachstum dieses Agrarsektors erwartet, der den Bauern mittlerweile ein sicheres Einkommen beschert.

Peru: neues Brot aus Kartoffelmehl

- Kategorie Praxis, Nachrichten, Marketing, Jahr der Kartoffel

In Lima, Peru werden das Ministerium fĂĽr Frauenangelegenheiten, das Jutizministerium sowie das Verteidigungsministerium mit massiven staatlichen Auskäufen den Handel mit dem neuen “Kartoffelbrot”, dem “Papapan” ankurbeln. Dies berichtet die peruanischen Nachrichtenagentur “El Informante”.

Mit diesem Kauf soll eine naitonale Initiative eingeleitet werden, mit der in nächster Zukunft die privaten Bäckereien und der Konsument mit diesem neuen Brot aus Kartoffelmehl auf die stark angestiegenen Weizenpreise reagieren, als auch sich dadurch die Ernährungslage der Konsumenten erheblich verbessert, und zu guter letzt, die kartoffel-erzeugenden Kleinbauern einen Ausweg aus der verbreiteten starken Armut finden können.

PrĂĽfsiegel beeinflussen das Kaufverhalten

- Kategorie Markt, Marketing

Prüfzeichen für Lebensmittel, wie das QS-Symbol oder das BIO, nehmen erheblichen Einfluss auf das Kaufverhalten der Verbraucher. Dies bestätigte eine im Dezember 2007 im Auftrag der CMA durchgeführte repräsentative Umfrage von TNS Infratest. Für die Mehrheit der Konsumenten (56 %) sind sie Wegweiser beim Einkauf.
„QS – Ihr Prüfsystem für Lebensmittel“, als CMA-initiiertes Prüfzeichen, spielt dabei eine zunehmend wichtige Rolle:
37,1 % aller Befragten kennen das PrĂĽfzeichen auf den Verpackungen von Fleisch, frischem Obst, GemĂĽse und Kartoffeln.

Rund 81 % der Verbraucher erachten die durchgängige Kontrolle aller Produktionsstufen von Feld und Stall bis zu Ladentheke für wichtig. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig Transparenz und Rückverfolgbarkeit bei der Herstellung von Lebensmitteln ist.

Handelsklassenverordnung wird abgeschafft

- Kategorie Kartoffel, Markt, Nachrichten, Marketing

Ein Verbraucher erkennt die Kocheigenschaft, der im Handel erhältlichen Kartoffeln an der farbigen Kennzeichnung der Verpackung:

- grĂĽn sind fest kochende Sorten
- rot sind vorwiegend fest kochenden Sorten
- blau sind die mehlig kochenden Sorten.

Auch die Qualität der Kartoffel wird eingeteilt in

- Klasse “Extra”
- Klasse “I”

Das Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begann 2005 mit der Überarbeitung dieser Handelsklassenverordnung. Gleichchzeitig wurde diese Überarbeitung 2006 als Entwurf nach Brüssel eingereicht, um dort einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung dieser neuen Verordnung zu stellen.
Jetzt wurde mitgeteilt, dass die Tage der Handelsklassenverordnung (HkVO) für Kartoffeln gezählt sind. Diese Verordnung ist in des Zeiten des Bürokratieabbaus politisch ganz offensichtilich nicht mehr gewollt. Dies teilten Vertreter des BMELV dem Ausschuss der Spitzenverbände mit. Der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) zeigt sich sehr erfreut darüber, dass sich nach Jahren der Kartoffelhandel mit seinem Antrag endlich durchsetzen konnte. Allerdings ist zur Aufhebung der HkVO noch ein Bundesratsbeschluss nötig, der aber erst im Jahr 2009 zu erwarten ist.
Wie der Verbraucher dann die Qualität der einzelnen Kartoffel unterscheiden wird, ist jedoch letztendlich noch nicht geklärt.

Quelle: RT, 28-11-2007

Die Jugend und der Markt

- Kategorie Kartoffel, Markt, Marketing

Stefanie Awater berichtet in den Internetseiten von
ernaehrungsdienst.de ĂĽber die
nackten Tatsachen in Frankreich:

Sie ist gefragt, die junge Generation. Nicht nur die Frankfurter Allgemeine Zeitung passt ihr Layout an, um junge Leser zu gewinnen. In ganz Europa zerbrechen sich in zahlreichen Werbeagenturen die Kreativen ihre Köpfe darüber, wie junge Käufer gewonnen werden können. Angesichts des Bevölkerungsschwunds plagen die Unternehmen Zukunftssorgen, was manchmal in einem etwas hilflosen Bemühen mündet, ein auf die Zielgruppe der unter 35-Jährigen gemünztes Marketing anzusetzen. Natürlich macht dieser Jugendwahn auch vor der Lebensmittelindustrie nicht Halt.

In Frankreich startet Ende Oktober eine neue Werbekampagne für die Kartoffel, die die unter 35-Jährigen anspornen soll, mehr Kartoffeln zu essen. Mehrere Fernsehsender werden den Werbespot mit dem Namen „Adam und Eva“ ausstrahlen. Gezeigt wird ein gelangweilter nackter Adam mit übergroßem Feigenblatt, der lethargisch Steine in einen Fluss wirft. Eva hingegen lehnt an einem Baum und feilt sich ebenso unbegeistert die Nägel. Auf einmal fällt eine Kartoffel vom Himmel und alles scheint sich zu verändern. Adam und Eva laufen aufgeregt aufeinander zu, um sich dann gegenseitig mit der naturbelassenen Kartoffel zu füttern. Das Ende des Spots bildet der Kampagnenslogan: „Kartoffeln – Gegen die Langeweile, denk daran!“

Die französische Kartoffelorganisation CNIPT gibt an, dass sie mit diesem Spot 65 Prozent der 24- bis 35-Jährigen erreichen möchte. Es drängt sich die Frage auf: Warum sollen zwei Nackte mit einer Kartoffel in der Hand diese Zielgruppe dazu bewegen, mehr Kartoffeln zu essen? Vielmehr könnte der Film ihnen sogar zu dem Schluss verhelfen, noch langweiliger als eine Kartoffel sei nur noch ein Leben ohne Kartoffeln. Ob das im Sinne der Macher ist? Und überhaupt: Wie sehr muss man sich langweilen, um einfach so in eine naturbelassene Kartoffel zu beißen?

Auch die Wahl von Adam und Eva in den Hauptrollen bleibt schleierhaft. Was der fruchtbare Garten Eden mit der Kartoffel zu tun haben soll, kann sich jeder erklären. Aber soll die liebreizende Nacktheit Evas wirklich dazu anregen, mehr von diesen Erdäpfeln zu essen? Das ist doch schon einmal schief gegangen. Vielleicht ist es auch ein versteckter Hinweis des französischen Familienministeriums, das um die Geburtenrate im Land bemüht ist. Schließlich stehen Adam und Eva für den Anfang der Menschheit. Eine gewisse Ratlosigkeit bleibt zum Ende des Werbespots zurück und das Gefühl, als hätten hier die Marketingexperten vor lauter Jugendwahn Inhalte und Botschaften vergessen.

Kartoffeln: Stärkefabriken sehr um Rohstoff bemüht

- Kategorie Kartoffel, Markt, Preise, Nachrichten, Marketing

Joachim Tietjen von der HANSA Terminhandel GmbH kommentierte am 08. September 2007 bei
www.RMX-Kartoffeln.de
die Marktsituation der Kartoffelstärkeproduzenten in Deutschland:

Der um eine Woche vorverlegte Saisonstart bei der Verarbeitung von Stärkekartoffeln machte bereits Anfang August deutlich, dass die Produkte des Vorjahres frühzeitig verbraucht waren. Aufgrund historisch hoher Getreidepreise ist die Kartoffelstärke in den letzten Wochen noch konkurrenzfähiger geworden, es verwundert deshalb nicht, dass auch die laufende Produktion immer sofort verkauft ist. Die Fabriken leben „von der Hand in den Mund“ und sie haben damit begonnen, die Rohstofflieferanten stärker zu umwerben.

Auf verschieden Informationsveranstaltungen und Kundgebungen haben Vertreter der Emsland Group (Deutschlands größter Kartoffelstärkeproduzent) den Landwirten bis zu 1 €/dt höhere Auszahlungspreise für die laufenden Kartoffellieferungen zugesagt. Im kommendem Jahr sollen sogar 1,5 €/dt mehr drin sein. Dahinter stehen Befürchtungen, dass die weiteren Anbauentscheidungen gegen die Kartoffelproduktion und für den Getreideanbau ausfallen könnten. Einige Landwirte berichten, dass die freiwilligen Zuschläge nur zum Tragen kommen, wenn das Lieferrecht dieses Jahres möglichst hoch erfüllt wird und einer Vertragsverlängerung zugestimmt wird. Trotz der Anreize bleiben viele Bauern skeptisch und es kam noch nicht zum erhofften Run auf weitere Vertragsabschlüsse.

Wenn der Stärkekartoffelanbau mit Getreidepreisen von 20 €/dt mithalten will, müssen mindesten zehn Tonnen Stärke vom Hektar geholt werden, rechnet ein Kenner der Branche vor. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel. Da der magere Erlös bisher keine hohen Kosten vertrug, werde Stärkekartoffeln in der Regel nicht beregnet und man ist den Unwägbarkeiten des Wetters ausgeliefert. Leider haben die Züchter in den letzten Jahren zudem versäumt, auf Stärkeeffizienz zu züchten, stattdessen hat man neue Sorten gegen Krankheiten resistenter gemacht. Die bislang schon grenzwertigen Deckungsbeiträge veranlassten immer mehr Bauern der Stärkeproduktion den Rücken zu kehren.

Darüber hinaus droht auch aus Brüssel Ungemach: Der Stärkeverband wurde kürzlich aufgefordert, Vorschläge zum Abbau von Subventionen zu machen. Bis 2010 sind die Brüsseler Zuschüsse noch sicher, danach muss die Branche mit einer stufenweise Rückführung der Produktionshilfe rechnen. Im Werk Wietzendorf hat die Emslandstärke darüber hinaus mit den Folgen einer unwirtschaftlichen Investition in eine Biogasanlage zu kämpfen. Wie die Zukunft dieses Stammwerkes aussieht, steht in den Sternen.

Das alles reizt die Bauern nicht unbedingt, so weiterzumachen wie bisher. Insofern kommen die Zusagen für Preisanhebungen in Verbindung mit der Lieferpflicht nicht von Ungefähr. Ob sie ausreichen, bestimmt der Weltmarkt für Getreide. Die Kartoffelprodukte: Stärkeveredelungsprodukte, Kartoffeleiweiß, Flocken und Granulate aus den deutschen Fabriken sind weltweit gefragt. Allein in den Werken der Emsland-Stärke GmbH in Emlichheim, Wietzendorf, Golzen und Kyritz wurden zuletzt 1,6 Mio. Tonnen Stärkekartoffeln verarbeitet. Die Manager müssen nun schnellstmöglich eine Anpassung zur Getreidestärke umsetzen, um die Stärkeproduktion aus Kartoffeln konkurrenzfähig zu halten. Zudem müssen sie ihre internen Probleme lösen. Anderenfalls werden ihnen die Rohstofflieferanten weglaufen. Sollte ihnen eine Koppelung an die Getreidenotierungen gelingen, wird es keine Zuschüsse aus Brüssel mehr geben. Die Abschaffung der EU-Getreideintervention noch in diesem Herbst gilt als sicher. Einen Sonderweg für die Kartoffel wird es dann nicht mehr geben.

Die Abkehr von der Stärkekartoffelproduktion dürfte sich indes in einigen Betrieben schon vollzogen haben. Bei den Züchtern kommt es auffällig oft zu Abbestellungen von Saatgut. Die großen Betriebe, vornehmlich im Osten Deutschlands, treffen derartige Entscheidungen viel rationaler als ihre Kollegen im Westen. Die Getreideproduktion ist weniger arbeitsaufwendig und auch die Vermarktung gestaltet sich problemloser als bei Kartoffeln. Um die Kartoffelstärkeproduktion zu halten, bedarf es also weiterer Anstrengungen, denn die Kartoffel zählt zu den Kulturen, die insgesamt höchste unternehmerische Kenntnisse erfordert.

Das haben auch die Frittenhersteller erkannt. Trotz einer aktuell guten Versorgungslage wagt es kaum eine Fabrik, die Bauern mit Preisdruck zu konfrontieren. Auch hier zahlt der eine oder andere bereits freiwillig Zuschläge, um eine Vertragsverlängerung schmackhaft zu machen. Die derzeitige Preisunterkante von sieben Euro/dt für hochprozentige Stärkekartoffeln und Veredelungskartoffeln könnte in dieser Saison eine selbst organisierte Interventionsgrenze werden.

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