Neues System zur Konservierung in Kartoffel-Gendatenbanken
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Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) hat eine neue Methode zur “Archivierung” von Kartoffelsorten entwickelt. In der Gendatenbank liegen rund 150 Kartoffelsorten.
2008 zum Internationalen UNO-Jahr der Kartoffel ruft die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in Erinnerung, dass sie eine zentrale Rolle spielt bei der Versorgung der Schweizer Landwirtinnen und Landwirte sowie Konsumentinnen und Konsumenten mit Ware einwandfreier Qualität und intaktem Erbgut. Der Pflanzen-Biotechnologiedienst von ACW hat dazu ein “in vitro” Konservierungssystem entwickelt, eine unbezahlbare Leistung, die aber mit hohen Kosten verbunden ist.
Gewisse Kartoffelsorten eignen sich besonders gut für die Herstellung von Pommes frites, andere wiederum für Kartoffelstock oder Kartoffelsalat. Das Sortiment der neuen Sorten kann auf weitere Zubereitungen ausgedehnt werden, allerdings muss die Auswahl der auf dem Markt angebotenen Zuchtsorten noch geprüft werden.
Erhaltung des Gesundheitszustands und des Erbguts
Produktionsseitig kann die Anerkennung der Kartoffelsorten nur dann gesichert werden, wenn auch ein zuverlässiges Referenzsystem sowohl bezüglich Qualität als auch Sortenidentität besteht. Zu diesem Zweck konserviert der Pflanzen-Biotechnologiedienst von Agroscope ACW in seiner Funktion als Nuklearstock der in der Schweiz angebauten Kartoffeln seine Sorten in vitro oder in keimfreier Umgebung. Damit können die Kartoffelsorten gegen Infektionsrisiken durch Krankheitserreger (Pilze, Bakterien und Viren) geschützt werden.
Durch diese Konservierungsart können zudem die Eigenschaften des intakten Erbguts erhalten und damit die Versorgung mit qualitativ hochstehendem Material im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung der genetischen Ressourcen der Kartoffeln gesichert werden. Die Verbreitung dieser Sorten erfolgt jedoch erst nach strengen Kontrollen durch moderne, effiziente Verfahren (ELISA, Microsatellites).
150 konservierte Zuchtsorten
Heute werden in diesem schweizer Biotechnologiedienst rund 150 Zuchtsorten aus der ganzen Welt in Form von Mikropflanzen, Mikroknollen und Mikromurmeln aufbewahrt.
Es ist klar, dass die Entwicklung eines neuen Konservierungssystems, das die Qualität eines Produktes mit hoher Wertschöpfung garantiert, nicht ohne grossen Einsatz sowohl an Spitzentechnologie als auch an Fachkräften möglich ist. Die Entwicklung eines solchen kostspieligen Konservierungssystems ist jedoch für die gesamte Kartoffelproduktionskette – Züchter, Produzent und Konsument - unerlässlich, denn sie sind es, die langfristig davon profitieren werden.
Knapper Lagerraum für Ernte 2007
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Richard Ebert
von
RMX-Kartoffeln.de
schreibt zur ausgehenden Kartoffelernte 2007 folgende Nachricht:
Die deutsche Kartoffelernte hat bessere Erträge gebracht als erwartet. Der Lagerraum für die restlichen Erntemengen wird jedenfalls allmählich knapp. Viele Landwirte versuchen daher, diese Ware ab Feld zu vermarkten und kommen den Kaufinteressenten im Preis entgegen.
Von generellem Preisdruck kann allerdings keine Rede sein. Eher ist nach Abschluss der Ernte mit einem stabilen Speisekartoffelmarkt zu rechnen. Denn abzüglich der Übergrößen und qualitätsschwachen Partien ist das Nettoangebot gar nicht so groß, sondern möglicherweise gerade ausreichend.
….
Quelle: ZMP, 16-10-07
Einlagerung bei Speisekartoffeln kommt gut voran
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Raiffeisen.com
berichtet am 21.09.2007 zur Ernte bei den Speisekartoffeln:
“Trotz der zwischenzeitlichen Regenfälle kommen die Kartoffelrodungen für die Einlagerung recht zügig voran. Die Bedingungen sind weitgehend optimal, die Kartoffeln können in der Regel mit normalen Schalenfeuchtigkeiten eingelagert werden.
Einzelne Partien von feuchten oder nassen Flächen werden Speisefrischmarkt zugeführt, und beeinträchtigen so die Qualität der eingelagerten Ware nicht. Durch die Einlagerung hält sich der Druck im Speisemarkt in Grenzen, auch wenn etwas mehr Ware an den Markt kommt als in den Vorwochen.
Die Preise konnten sich weitestgehend behaupten, vereinzelt gab es allenfalls kleinere Preiszugeständnisse. Im Lebensmitteleinzelhandel finden regional kleinere Aktionen für die Teilbevorratung der Verbraucher statt, bei denen die Preise für das 10-kg-Säckchen mit runden Sorten bei 1,99 EUR am unteren Preisband liegt. Hierfür wurden gesonderte Preise mit den Erzeugern ausgehandelt, die unter dem üblichen Niveau liegen. Für die weitere Einlagerungsperiode rechnet man inzwischen kaum noch mit einem deutlichen Preisdruck. Die Erträge sind mit 400 bis 500 Doppelzentner zufrieden stellend bis gut.
Bei Verarbeitungskartoffeln hat die stabile Tendenz ebenfalls angehalten, auch in diesem Segment hält sich der Angebotsdruck trotz der verstärkten Rodungen in Grenzen.”
Bis denne
das TOFFI-Team
Kai Lisboa: Ein Mord der nicht verfolgt wird?
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Diese Nachricht betrifft Kai Lisboa, unseren ehemaligen Komolitonen an der Universität Gesamthochschule Kassel in Witzenhausen. Zunächst wurde diese Nachricht am 06. September 2007 im @grar(b)log veröffentlicht und wird heute vom TOFFI-Blog übernommen.
Kai wurde heute vor einem Jahr in Natal, Brasilien ermordet aufgefunden.
Natürlich fragen wir, seine alten Freunde, uns: Wie? Warum? und vor allem Von wem?
Wir hoffen, dass diese Fragen auch nach so langer Zeit noch eine Antwort finden, die unserem Freund gerecht wird.
“Kai Lisboa war Deutsch-Brasilianer und studierte an der GhKassel, Witzenhausen (Nordhessen). Danach ging er für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) nach Brasilien und arbeitete einige Jahre als Berater in Minas Gerais.
Im Anschluss erwarb er mit/für dem/n deutschen Unternehmer Peter Wiese aus München einen 600 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb (Fazenda Paz, heute Fazenda Natal) und verwaltete diesen Betrieb drei Jahre als Mitinhaber und Geschäftsführer bis zum Juni 2006. Der Betrieb produziert Früchte wie z.B. Papaya, Ananas, Limetten und Maracuja, teils für den Export, teils für den lokalen Markt. Mehrere Studenten der Gesamthochschule Kassel absolvierten ihr Auslandspraktikum auf diesem Betrieb, der u. a. auch von Dozenten der GhKassel beraten wurde.
Im Mai/Juni 2006 setzte der Besitzer einen neuen Verwalter für die Fazenda ein, Rogério Rezende Paiola. Von diesem, dem Besitzer und einigen privaten Wachleuten wurde Kai mit seiner Familie - unter Waffengewalt - von der Fazenda vertrieben.
Da der Besitzer ausstehenden Lohn und den Anteil Kais an der Fazenda zurückhielt setzte Kai einen Arbeitsrechtsprozess in Gang und ließ über seinen Anwalt den offenbar beabsichtigten Verkauf der Farm stoppen.
Kai wurde am 10. September in Barra de Maxaranguape aufgefunden, einen Tag vor der ersten Anhörung dieses arbeitsrechtlichen Verfahrens. Er wurde mit mehreren Schüssen in den Kopf getötet, sein Körper wurde angezündet und verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Am 14. September konnte er anhand seines Zahnbildes identifiziert werden.”
Wer in diesem misteriösen Fall auf dem Laufendem bleiben möchte, kann Näheres und Weiteres bei @grar.de im @grar(b)log erfahren.
In der Hoffnung auf Gerechtigkeit
verbleiben wir
Euer
TOFFI-Team