Die Zukunft der KartoffelstÀrke

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, Markt, Forschung

Die Dipl.-Ing. Anita Kamptner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Ă€ußert sich zur Zukunft der KartoffelstĂ€rke. StĂ€rkekartoffeln stehen im Wettbewerb mit dem Getreide. Die höheren Getreidepreise bewirken die Verbesserung der WettbewerbsfĂ€higkeit der KartoffelstĂ€rke. Vor dem Hintergrund dieser geĂ€nderten Marktbedingungen sagt sie daher der Erzeugung von StĂ€rkekartoffeln eine sehr gute Zukunft vorher.

Der StĂ€rkekartoffelsektor wird beeinflusst vom Wachstum der Weltbevölkerung (jĂ€hrlich rund 80 Millionen Menschen), was die AckerflĂ€che pro Kopf reduziert, den verĂ€nderten ErnĂ€hrungsgewohnheiten in den “SchwellenlĂ€ndern” hin zu mehr Fleisch sowie die dadurch bedingte weltweit knappe Versorgungsbilanz bei Weizen und Mais, und zu guter Letzt dem RĂŒckzug der Politik aus dem internationalen Marktgeschehen, so Werner Hilse, PrĂ€sident des europĂ€ischen StĂ€rkekartoffelverbandes (CESPU). Bei der Preisfindung fĂŒr KartoffelstĂ€rke haben die Preisentwicklungen auf dem Getreidemarkt, sowie die Kostensteigerung fĂŒr Betriebsmittel und Boden einen wesentlichen Einfluss.

Angesichts der Entwicklung der MĂ€rkte ist die UnterstĂŒtzung der WettbewerbsfĂ€higkeit von StĂ€rkekartoffeln das Ziel. Die StĂ€rkekartoffelproduktion hat die Möglichkeit fĂŒr Regionen ein landwirtschaftliches Einkommen zu sichern, in denen andere Alternativen fehlen. Da langfristig die Preise fĂŒr Getreide weiter steigen werden, wird dies einen Einfluss auf die StĂ€rkepreise haben, und diese Regionen weiter stĂŒtzen. Allgemein ist der Kartoffel eine höheren FlĂ€chenproduktivitĂ€t als Getreide zu attestieren, daher wird die KartoffelstĂ€rke im Wettbewerb mit dem Getreide weiter bestehen können.

Kartoffel als gesĂŒndestes Lebensmittel

- Kategorie Rezepte, Nachrichten, Forschung, Jahr der Kartoffel

Wie der Medieninformationsdienst Newsmax (newsmax.com) berichtet, identifizierte eine Studie in Großbritanien die Kartoffel als das gesĂŒndeste Lebensmittel.

Mit 8.000 Freiwilligen wurden Intoleranz-Tests mit verschiedenen Lebensmitteln durchgefĂŒhrt. Dabei zeigten nur 1% der Testesser UnvertrĂ€glichkeiten gegenĂŒber der Kartoffel.
Der Sprecher dieser Studie Les Rowley stellte fest, dass die meisten der LebensmittelunvertrĂ€glichkeiten durch zu viel und zu regelmĂ€ĂŸiges Essen bedingt sind. “Hier scheint die Kartoffel die Ausnahme von dieser Regel zu sein.
Das ist natĂŒrlich besonders erfreulich, da in durchschnittliche EnglĂ€nder jĂ€hrlich 100 kg Kartoffeln verspeist.

Ganz offensichtlich bilden die einfache Verdaulichkeit der Kartoffel die Ursache fĂŒr diese QualitĂ€t.
Demhingegen wurden besonders bei Kuhmilch, Hefe und Eiweiss LebensmittelunvertrÀglichkeiten befunden.

Wirken neue Gentec-Kartoffeln gegen Altersblindheit?

- Kategorie Kartoffel, Forschung, Zucht, Gentechnik

Neue Lebensmittel mit gesundheitsfördernder Wirkung werden als Functional Foods (funktionelle Lebensmittel) bezeichnet.
Ihr Verzehr soll gleichzeitig gegen bestimmte Krankheiten vorbeugen, das Immunsystem stĂ€rken oder die Verdauung verbessern. Eine weitere Bezeichnung fĂŒr solche Lebensmittel ist Nutraceutical, zusammensetzt aus nutrition (ErnĂ€hrung) und pharmaceutical (Arzneimittel).

Beispiele fĂŒr Functional Foods sind:

* Probiotische Lebensmittel (Probiotika), in der Regel Joghurt und andere fermentierte Milchprodukte, die besondere MilchsĂ€urebakterien enthalten, welche gegen MagensĂ€ure und Gallensalze unempfindlicher sind und daher in höherer Zahl als “konventionelle” Bakterien den Darm erreichen.
* Margarine mit pflanzlichen Sterolen (Phytosterine). Diese Stoffe tragen dazu bei, den Cholesterinspiegel zu senken.

GrundsĂ€tzlich ist es möglich, mit gentechnischen Verfahren Pflanzen so zu verĂ€ndern, dass sie gesundheitsfördernde Stoffe neu oder in grĂ¶ĂŸeren Mengen produzieren.

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Dies ist der Fall bei einer neuen Functional Food - Kartoffelsorte,
der Zeaxanthin-Kartoffel
einer Kartoffel, die möglicherweise gegen Altersblindheit wirksam ist.

Zeaxanthin gehört zur Gruppe der Xanthophylle welche wiederum zur Gruppe der Carotine (Carotinoide) gehören. Die Verbindung ist schwer löslich in Petrolether und Wasser (< 1 mg/l bei 20 °C), jedoch löslich in Methanol, EssigsÀureethylester und Chloroform.

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In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Licht in WÀrme, damit die Pflanze bei hoher StrahlungsintensitÀt keinen Schaden nimmt.
Zeaxanthin kommt zusammen mit seinem Isomer Lutein als Pigment in der Retina vor (speziell im sogenannten Gelben Fleck - Makula Lutea). Er schĂŒtzt die Netzhaut als Filter vor zu hoher Lichteinstrahlung.
In letzter Zeit gewinnt in der Medizin Zeaxanthin zunehmend an Interesse, da es möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersabhĂ€ngigen Makuladegeneration (AMD), eine schĂŒtzende Wirkung besitzen könnte, welche auf der antioxidativen Wirkung der Verbindung beruht.

Kartoffeln produzieren zwar auch Zeaxanthin in den Knollen, dieses wird aber von einem Enzym umgewandelt. Durch die gentechnische VerÀnderung wird dieses Enzym blockiert und Zeaxanthin reichert sich in bis zu 130fach erhöhter Konzentration in der Knolle an.
Entwickelt wurde diese Kartoffel im Rahmen eines vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts “Verbesserung der gesundheitlichen QualitĂ€t von Lebensmitteln durch Erhöhung und Modifikation des Carotinoid-Gehaltes”.
Es waren etliche öffentliche Forschungseinrichtungen wie auch Privatunternehmen beteiligt. Ziel war es sowohl mit gentechnischen als auch mit anderen Verfahren der modernen PflanzenzĂŒchtung den Carotinoid-Gehalt in verschiedenen Pflanzenarten zu erhöhen.

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Ende April 2003 wurden diese gentechnisch verĂ€nderte Kartoffeln erstmals im Freilandversuch nach vorheriger Genehmigung durch das Robert-Koch-Institut auf dem Versuchsgut Roggenstein vom Lehrstuhl fĂŒr Pflanzenbau und PflanzenzĂŒchtung zu Versuchszwecken angebaut. Doch zwei Monate spĂ€ter wurde das Versuchsfeld von Unbekannten zerstört. Bereits im Zuge des Genehmigungsverfahrens hatte es heftige Proteste gegen die Freisetzung gegeben. Die Gemeinde Olching, UmweltverbĂ€nde und das Umweltinstitut MĂŒnchen hatten zahlreiche Einwendungen eingereicht. Schließlich wurde gegen den Genehmigungsbescheid geklagt, was zu verschĂ€rften Auflagen fĂŒr den Freisetzungs-Versuch fĂŒhrte.

Seit 2005 werden in Roggenstein und ab 2006 auch an einem weiteren Standort Untersuchungen zur biologischen Sicherheit der Zeaxanthin-Kartoffel durchgefĂŒhrt. Im Rahmen der vom BMBF geförderten Sicherheitsforschung zu trangenen Pflanzen geht es in zwei Projekten um die Auswirkungen dieser Kartoffel auf die Bodenmikroflora sowie Bakterien und Pilze im Bereich der Pflanzenwurzeln.

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Quellen fĂŒr diesen Artikel sind wikipedia.org und bioSicherheit - Gentechnik - Pflanzen - Umwelt

CIP: Integrierter Kartoffelanbau

- Kategorie Allgemein, Kartoffel, Praxis, Vermischtes, Forschung

Das CIP (Internationales Kartoffelzentrum)
verfolgt eine Forschungslinie zum
Integrierten Kartoffelanbau.
Lesen sie mehr dazu hier!

Das TOFFI-Team

Biologische BekÀmpfung der Kartoffelmotte, Phthorimaea operculella (Zell.)

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelanbau, BioKartoffelbau, Nachrichten, Forschung, Gentechnik, Anbautechnik

Versuche zur BekĂ€mpfung der Kartoffelmotte, Phthorimaea operculella (Zell.) (Lep., Gelechiidae) mit chemischen und natĂŒrlichen Insektiziden in der Republik Yemen
Studies on control of potato tuber moth larvae, Phthorimaea operculella (Zell.) (Lep., Gelechiidae) by natural and chemical insecticides in the Republic of Yemen
Zeitschrift: Journal of Pest Science
Verlag: Springer Berlin / Heidelberg
ISSN: 1612-4758 (Print) 1612-4766 (Online)
Heft: Volume 65, Number 8 / November 1992
DOI: 10.1007/BF01903406
Seiten: 157-159
Subject Collection: Biomedizin & Life Sciences
SpringerLink Date: Freitag, 22. Juli 2005

OM Nasseh und MA Al Furassy
Present address:
Deutsche Gesellschaft fĂŒr Technische Zusammenarbeit (GTZ), P.O. Box 5180, D-6236 Eschborn

Zusammenfassung:
In Laborexperimenten wurden Drittlarven vonPhthorimaea operculella mit Sumithion (Fenithrothion 40EC, 10ml/10l) sowie mit Pflanzenextrakten von Melia azedarach und Allium sativum (je 100g//10l) topikal behandelt. Nach wenigen Tagen zeigte Sumithion 100%, die beiden Extrakte aber noch weniger als 20% MortalitĂ€t. Nach 5 Wochen betrug die Gesamtsterblichkeit (gemessen an normal geschlĂŒpften Faltern) bei Melia = 91,7% und bei Allium = 83%, wobei es unter dem Einfluß der Pflanzenextrakte zu Entwicklungsstörungen sowie Verpuppungs- und MottenschlĂŒpfstörungen kam. Mit der Anwendung dieser umweltschonenden Wirkstoffe eröffnet sich in der Republik Yemen ein neuer Weg der Kartoffelmotten-BekĂ€mpfung.

Soviel zu den neuen Wegen ökologischer Anbaumethoden.

Bis denne
Euer
TOFFI-Team

CIP (Internationales Kartoffelzentrum) und die Gentechnik

- Kategorie Kartoffel, Kartoffelsorten, Nachrichten, Forschung, Zucht, Gentechnik, Anbautechnik

CIP (Centro Internacional de Papa), Lima, Peru ĂŒber die Arbeit in der Gentechnik

Pamela K. Anderson, Generaldirektorin des CIP nahm Stellung zur Arbeit ihrer Institution mit gentechnologisch verÀnderten Kartoffeln.

Das CIP besitzt transgenetisch verĂ€nderte Kartoffeln, die jedoch keinen zĂŒchterischen Fortschritt gebracht habe. Bereits 2002 wurde diese Kartoffel gezĂŒchtet als Teil eines Programms mit dem das CIP neue biotechnologische KapazitĂ€ten entwickelte. Jedoch wurde diese Kartoffel bislang noch nicht ausgepflanzt, weder in Peru noch sonst wo auf der Welt.

Im April 2006 beschloss der CIP-Verwaltungsrat zusammen mit der Generaldirektorin, dass gentechnisch verĂ€nderte Kartoffeln in den Andenstaaten Peru, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Argentinien and Chile vom CIP nicht gepflanzt werden. Die Kartoffelzucht, die im Gebiet des heutigen Peru ihren Anfang nahm, fĂŒhrte zu 5000 Kartoffelsorten ĂŒber die gesamten Anden verteilt.

Das CIP verpflichtet sich zu einer verantwortungsvollen Zucht und Pflanzung von gentechnisch verĂ€nderten Kartoffelsorten. Es herrsche die Überzeugung, dass noch kein angemessenes VerstĂ€ndnis gebe weder zu den potentiellen Umweltrisiken noch zu kulturellen Konsequenzen, die eine EinfĂŒhrung transgenetischer Kartoffeln in das DiversitĂ€tszentrum bedeutet.

Bei der vom CIP gentechnisch verĂ€nderten Kartoffel wurde besonders eine Resistenz gegen die Kartoffelmotte, ( Phthorimaea operculella, Zeller). Die Kartoffelmotte ist weltweit einer der wichtigsten SchĂ€dlinge, der in Asien, Afrika und Lateinamerika zu signifikanten Ernteverlusten fĂŒhrt.
Es konnten keine resistenten Gentypen gegen die Kartoffelmotte identifiziert werden,
welche dann den Zuchtunternehmen international zur VerfĂŒgung hĂ€tten gestellt werden können.
CIP arbeitet weiterhin in seinem Forschungsprogrammen
zu einer biologischen und nachhaltig integrierten Kontrolle sowohl der Kartoffelmotte als auch weiterer schwerer Krankheiten, die andinen wie weltweiten Kartoffelanbau bedrohen,
wie zum Ausbau von Schutzmechanismen und Beratungsprogrammen zur verantwortungsvollen Zucht und Pflanzung von gentechnisch verÀnderten Kartoffelsorten.

(siehe auch unter ’Zucht & Anbau’:
OM Nasseh und MA Al Furassy: Versuche zur BekĂ€mpfung der Kartoffelmotte,Phthorimaea operculella (Zell.) (Lep., Gelechiidae) mit chemischen und natĂŒrlichen Insektiziden in der Republik Yemen – Biologische KartoffelmottenbekĂ€mpfung in SĂŒdjemen)

Verantwortlich fĂŒr die Übersetzung aus dem Englischen
das
TOFFI-Team

International Year of the Potato (FAO): IYP roadmap

- Kategorie Allgemein, Kartoffel, Praxis, Vermischtes, Nachrichten, Forschung, Termine

Die FAO hat die roadmap fĂŒr das ‘Kartoffeljahr 2008′ veröffentlicht.

Euer
TOFFI-Team

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