Deutscher Kartoffelmarkt im Juli 2008
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Am 23. Juli informierte die ZMP GmbH, Bonn über die Lage auf dem deutschen Kartoffelmarkt:
Auf dem Kartoffelmarkt dürfte das kühle, regenreiche Wetter gut für den Verbrauch sein. Allerdings ist es ungünstig für Wachstum und Reife. Festschalige Kartoffeln bleiben gesucht. Trotz nässebedingter Rodebehinderungen in einigen Teilen Deutschlands bleibt der Markt für Speisefrühkartoffeln in der dritten Julidekade ausgeglichen. Weiterhin fehlt es an festschaligen Speisefrühkartoffeln, so dass Kompromisse hinsichtlich der Reife nötig sind. Immer noch führt die Vegetationsverspätung dazu, dass nicht genügend Anschlusssorten reifegefördert werden konnten. Die Nachfrage verläuft stetig. Im Gegensatz zum unterdurchschnittlichen Juni dürfte die Vorjahresmenge beim Verbrauch von Speisefrühkartoffeln im Juli gut zu erreichen sein.
Quelle:
ZMP, Bonn
Heimische Frühkartoffeln ab Anfang Juli
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Eine nasse und kalte Witterung im April und die verzögerte Auspflanzung sorgten für einen bundesweit verspäteten Start in die Frühkartoffelsaison 2008. Nur in Bayern rechnet man mit einem normalen Saisonbeginn Anfang Juli. Die derzeitigen geringe Mengen werden überwiegend für den Direktabsatz gerodet. Für den Frischmarkt sind die Knollen noch nicht reif und die Schale noch nicht fest genug, wodurch nur eine kurze Lagerfähigkeit gewährleistet bleibt.
Zusatzwirkungen der Kartoffel: Verletzungen, Sodbrennen, usw.
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Kartoffel ist nicht nur Nahrungsmittel und Industrieprodukt. Sie hat weitere „Nebenwirkungen“, die nicht vermarktet werden:
Sie heilt Verletzungen
Die Schale einer gekochten Kartoffel, hilft Schürfwunden schneller zu heilen. Sie wird unter den Verband auf die Haut gelegt. Zwar “wurde die Wirkung in keiner Studie untersucht”, so Professor Hans Meffert vom Dermatologischen Zentrum in Berlin, die Erfahrung von Ärzten zeigt, dass es hilft.
Sie vermeidet Sodbrennen
Fließt Magensäure in die Speiseröhre, spüren Sie das sogenannte Sodbrennen. Essen Sie gekochte Kartoffeln, neutralisiert ihre Basenwirkung die überschüssige Säure.
Sie rettet versalzene Suppen
Geben Sie eine rohe Kartoffel in den Topf und kochen Sie diese mit. Die Kartoffelknolle bindet das Salz und macht die Mahlzeit wieder genießbar. Vor dem Servieren muss die Kartoffel wieder herausgenommen werden.
Sie ersetzt den Scheibenwischer
Fällt der Scheibenwischer aus, kann die halbierte Kartoffel, mit der Schnittfläche über die Schiebe reiben, so dass die Tropfen abperlen.
EU: Sind Importe von Frühkartoffeln ausreichend?
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Bereits Ende Mai verzeichnetet die ZMP GmbH, Bonn ein knappes Angebot an Frühkartoffeln auf dem Markt.
Der Übergang von den Frühkartoffelimporten auf die hiesige Frühkartoffelvermarktung wird teilweise mit Versorgungslücken einhergehen, so dass die Preisse auf einem stabilen und hohen Niveau verweilen werden.
Zwar reicht das Frühkartoffelangebot in diesem Jahr aus, und so werden die Importe in die EU insgesamt in diesem Jahr niedriger ausfallen als 2007. In den ersten Monaten der Vermarktungskampagne fällt dies allerdings nicht auf. Denn meistens werden dann Vorräte in Kühllägern bei Abpackbetrieben angelegt, welche bis zur Überbrückung eines festschaligen Angebotes aus hiesigem Anbau reichen sollen.
Die maßgeblichen Lieferländer für Speisefrühkartoffeln in die EU sind bis Mitte Mai Ägypten, Israel, Zypern und Marokko. Dort hatten sich die Vermarkter bei der Anbau-Ausrichtung für 2008 ähnliche Mengen vorgenommen wie 2007. Widrige Witterungsumstände im östlichen Mittelmeerraum machten aber die Planungen zunichte.
Norwegen: Kartoffelernte 2007
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Statistics Norway
berichtet, dass in Norwegen
2007 insgesamt 318.400 Tonnen Kartoffeln gegenüber
2006 mit 378.300 Tonnen und
2005 mit 316.600 Tonnen erzeugt wurden.
Der Ertrag je ha lag bei 22,7 Tonnen gegenüber 27 Tonnen 2006 und 23 Tonnen 2005.
Das größte Kartoffelnanbaugebiet Norwegens war letztes Jahr Hedmark mit 132.000 Tonnen, gefolgt von Vestfold mit 34.400 Tonnen und Oppland mit 31.700 Tonnen.
Hedmark liegt wie Vestfold und Oppland im Südosten Norwegens. Während Hedmark und Oppland eine Oberfläche von gut 25.000 km² besitzen und eine Bewölkerungsdichte von ca. 7 Bew./km² leben im nur 2.200 km² großen Vestfold über 100 Menschen je km²
Kartoffelnetzwerk in den Anden
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Jahr der Kartoffel
Alejandro Argumedo
ist Gründungsmitglied und Co-Chairman im Call of the Earth Steering Committee.
Er ist Agraringenieur in Peru, und war über lange Jahre aktiv in indigenen Inititativen im Prozess der Anerkennung des Indigenous peoples rights bei den Vereinten Nationen.
Zur Zeit leitet er die Quechua-Aymara Association for Sustainable Livelihoods (ANDES) in Cusco, Peru
Am 14. Mai 2008 berichtete er auf dem PlanetDiversity-Kongress in Bonn von dem
Kartoffelnetzwerk in den Anden.
Unter dem Titel
Kartoffeln und Beständigkeit des Saatgutes - Verteidigung der Vielfalt des Lebens in den Anden
führte er durch die Aktivitäten seiner Nicht-Regierungs-Organisatio.
In einer Zusammenfassung stellen wir sie ins Internet:
Aufbau von Kollektiveigentum an Land, sowie an genetischen und biologischen Ressourcen
Stärkung der Vielfalt von Kulturpflanzen mitihren Landsorten und dem zugehörigen Lokalwissen
Unterstützung der Reaktivierung alter Landsorten aus öffentlichen und privaten Gernbanken durch indigene Bewohner
Erklärung der Andenregion zur Gentechnikfreien Zone
Austausch von Erfahrung und erlerntem Wissen zwischen lokalen Siedlern und indigenen Dörfern
Entwickeln von autonomen lokalen Genregistern
Unterstützen der indigenen Dörfern in Politik und sozialen Angelegenheiten
Respektive der Ökosysteme-Pufferzonedie den Aufenthalt, geheiligte Orte, Refugien, und Zugang zu den indigenen Dörfern einbeziehen
Zur Technik in der Kartoffelwirtschaft
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Wie der Deutsche Bauernverband (DB) mitteilt, hat die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft UNIKA die fachliche Basis erweitert.
Neben den bereits aktiv arbeitenden UNIKA-Fachkommissionen Pflanzgut, Phytosanitäre Fragen, Qualitätssicherung und HandelsÂfragen erfolgte am 31. Januar 2008 mit der konstituierenden Sitzung die Einrichtung einer neuen Fachkommission „Technik in der Kartoffelwirtschaft“, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Die Gründung dieser neuen Fachkommission wurde unterstützt und gefördert durch den Beitritt marktführender Unternehmen im Bereich Technik, die in der UNIKA aktiv an zukunftsorientierten Problemlösungen für die Kartoffelwirtschaft mitarbeiten und somit die UNIKA-Arbeit ergänzen und abrunden.
Arbeitsschwerpunkt der neuen Fachkommission Technik wird die Entwicklung praxisrelevanter Informationen zur Kostenoptimierung und Qualitätsverbesserung in Anbau,
Lagerung, Aufbereitung und Vermarktung von Speise- und Wirtschaftskartoffeln sein. Ferner wird sich die Fachkommission mit Themen befassen, die auf eine Verlängerung der Vermarktungssaison und Steigerung des Anteils vermarktungsfähiger Ware zielen.
Die UNIKA ist die Bündelung der Interessen aller Beteiligten der deutschen Kartoffelwirtschaft. In ihr sind Kartoffelzüchter, -erzeuger, -händler, -abpacker, -verarbeiter sowie die Kartoffeltechnikindustrie vertreten. Die UNIKA ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 inzwischen zu einer entscheidenden Plattform für den Informationsaustausch und die politische Weichenstellung für die Kartoffelwirtschaft in Deutschland geworden. Das Spektrum der UNIKA umfasst fachliche Grundlagenarbeit zur Lösung branchenübergreifender Themen, Information aller interessierten Kreise sowie Meinungsbildung innerhalb der Kartoffelwirtschaft und Kommunikation nach außen mit Politik, Verwaltung, Interessensgruppen und Presse. Die UNIKA will für die gesamte Branche Zukunftsperspektiven sichern, indem der Pflanz-Speise- und Industriekartoffelabsatz erhöht, neue VerwenÂdungsmöglichkeiten geschaffen werden und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kartoffelprodukte gesteigert wird.
QUELLE:
Deutsche Bauernverband, www. bauernverband.de