Sinkende Kartoffelpreise

- Kategorie Markt, Preise, Nachrichten

Wie die ZMP GmbH, Bonn am 28. April 2008 berichtete sind sinken die Kartoffelpreise.
Die Vermarktung von Speise- und Verarbeitungskartoffeln startete im vergangenen Herbst zunächst mit zufrieden stellenden Erzeugerpreisen. Mit fortschreitender Saison wurden die Verhältnisse am Speisekartoffelmarkt aber immer schwieriger. Die relativ große Ernte blockierte lange den überregionalen Versand aus Überschussregionen. Ein milder Winter beeinträchtigte die optische Qualität vieler im Herbst ohnehin schon nicht unter besten Bedingungen eingelagerter Kartoffeln. Auch wenn die Verkaufsmengen über den Lebensmitteleinzelhandel im Vergleich zum Vorjahr nicht schlecht waren, reichte der Gesamtabsatz im Speisebereich einschließlich Export und alternativer Verwertungen nicht aus, die Überschüsse zu räumen. Die Preise gaben vor diesem Hintergrund praktisch seit dem Herbst 2007 nach. Bis zum Anschluss an die deutsche Frühkartoffelsaison rechnen Marktteilnehmer nicht mehr mit einer deutlichen Preisbefestigung, zumal die Qualitäten nun rasch nachlassen.
Zu Pfingsten dürften deshalb viele Lebensmittelketten umfangreich auf importierte Frühkartoffeln umsteigen.

Sinkende Erzeugerpreise für Speisekartoffeln

- Kategorie Kartoffel, Markt, Preise, Nachrichten

Entgegen einer großen Mehrheit der Lebensmittel liegt der Erzeugerpreis für Speisekartoffeln 2008 unter denen der Vorjahre zum gleichen Zeitraum.

Die ZMP GmbH, Bonn berichtet, dass die Nachfrage nach Speise- und Speisefrühkartoffeln vergleichsweise ruhig ist. Jedoch dürfte der Lebensmitteleinzelhandel zum bevorstehenden Pfingstgeschäft vor allem auf Frühkartoffeln setzen.

Für Lagerkartoffeln wird es ab Mai wohl enger. Hier bestehen weiter Qualitätsprobleme, das Angebot an guten Partien schwindet zusehends und die Suche nach alternativen Verwertungsmöglichkeiten wird verstärkt. Die Preise sind für fast alle Herkünfte und Qualitäten stabil. Lediglich Frittenrohstoff hat sich etwas verteuert.

Nach wie vor wachsen bei der anhaltenden Kälte hiesige Frühkartoffeln kaum und vom Rheinland bis in die Normandie ist bisher erst wenig gepflanzt worden. Selbst in Niedersachsen dürften – abgesehen von den folienverfrühten Flächen – auch noch längst nicht alle frühen Areale bepflanzt sein.

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Quelle-Grafik: ZMP GmbH Bonn, 09.04.2008

Sinkender Preis für Industriekartoffeln

- Kategorie Kartoffel, Markt, Preise, Nachrichten

Wie eine Grafik von AGRARVIS (2008) zum Preis für Industriekartoffeln im Zeitraum August 2006 bis April 2008 zeigt, besteht eine fallenden Tendenz für ihren Preis.
Während der Preis vor einem Jahr noch auf einem Rekordhoch
von 18 EUR/100 kg lag, bewegt er sich momentan gerade mal um die 9 EUR/100 kg.
Da stellt sich die Frage, was passiert wäre, wenn die Gen-Kartoffelsorte Amflora genehmigt worden wäre.
Hätte dann eine Kartoffel mit einer besseren Stärkefraktion höhere Preise erzielt?
Oder ist das Interesse an Industriekartoffeln davon unabhängig gesunken?
Oder bildet der Preisverlauf gar Teil eines taktischen Spieles, um die Genehmigung vom Amflora-Anbau zu unterstützen?
Wir werden dieses Thema weiter verfolgen!

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Quelle-Grafik: AGRAVIS , 2008

Kartoffelmarkt im März 2008

- Kategorie Kartoffel, Markt, Preise

Die ZMP GmbH berichtet zur Lage des Kartoffelmarktes im März 2008:

Erste Frühkartoffeln sind auf dem Markt.
Im Vergleich zum Vorjahr kamen die Knollen 10 Tage später in die Läden, wobei Lieferungen aus Ägypten inzwischen für ein ausreichendes Angebot sorgen, während Ware aus Israel knapp ist. Die Preise befinden sich auf Vorjahres-Niveau.
Frühkartoffeln ergänzen damit vor allem das Angebot im Premiumbereich. Jedoch sind hiesige Lagerkartoffeln guter Qualität weiter gut gefragt. Ware mit Qualitätsproblemen lässt sich allerdings immer schlechter vermarkten. Das Angebot hat sich merklich erhöht und setzt die Preise unter Druck.

Quelle: ZMP GmbH, Bonn

Absturz der Kartoffelpreise in Nordwest-Spanien

- Kategorie Kartoffel, Praxis, Markt, Preise, Nachrichten

Wie die spanische Zeitung La Region berichtet, zeigen sich Landwirte der Region La Limia, Prov. Ourense in Gallizien, Spanien mehr als besorgt über die anhaltende Talfahrt der Preise für ihre Kartoffel. Nachdem sie noch im vergangenen Jahr Preise von mehr als 0,35 Euro je kg Kartoffeln erzielten, sanken die Preise in dieser Saison auf nur 10 bis 11 ct je kg. Die Lager finden sich weiterhin noch voll mit Kartoffeln.

Die Bauern beklagen, dass nach einem Jahr mit einer sowohl quantitativ als auch qualitativ hervorragenden Ernte die augenblicklichen Preise nicht einmal entstandene Umkosten für Treibstoff, Pflanzenschutzmittel, Dünger und Pflanzgut abdecken.
Die regionale Erntemenge überstieg auch 2007 die 100 Millionen kg mit dem Sortenschwerpunkt auf der als Regionalsorte geschützten “Kennebec” und auf “Agria“, die überwiegend durch die Industrie für Fritiergut aufgekauft wird.

Kartoffelpreise in Südamerika

- Kategorie Kartoffel, Markt, Preise, Nachrichten

Trotz des Weltmarktes unterscheiden sich die Preise für die Kartoffel weltweit erheblich.
Aus argenpapa.com wurden am 15.02.2008 die folgenden Daten entnommen. Es werden Mittelwerte aus An- und Verkauf sowie aus den verschiedenen Sorten gezogen:

Grossmarktpreise für Kartoffeln (gesackte Ware) vom 15.02.2008
Land………………..Euro/kg*
Argentinien…………..0,174
Chile…………………..0,292
Uruguay………………0,147
Brasilien………………0,196
Spanien………………0,23
Peru…………………..0,315
Kolumbien……………0,581
Mexiko………………..0,532
Bolivien……………….0,178
Paraguay……………..0,274
* bezogen auf 50kg gesackte Ware

Zum Vergleich liegt der Großmarktpreis in Deutschland bei 0,012 Euro/kg.

Bio-Kartoffelsaison geht dem Ende entgegen

- Kategorie Kartoffel, BioKartoffelbau, Markt, Preise, Nachrichten

Der ZMP berichtet am 22. Januar 2008:

Die deutsche Bio-Kartoffelkampagne 2007/08 nähert sich ihrem Ende. Nur noch wenige Wochen wird hiesige Bio-Lagerware ergänzt durch österreichische Lieferungen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu haben sein.

Ab Mitte / Ende Februar werden Bio-Knollen aus deutschem Anbau nur noch im Naturkosthandel, Direktabsatz und bestimmten Programmen weniger Vollsortimenter angeboten, das Gros der Ketten wird auf Importware umsteigen. Noch im Februar werden erste Lieferungen erwartet.

Die Erzeugerpreise dürften im Allgemeinen weiterhin bei 57 - 59 Cent je Kilogramm für lose Ware frei Packer stabil bleiben. Im Naturkosthandel wurden teilweise Preiserhöhungen durchgesetzt und Lagerzuschläge gezahlt. Im Lebensmitteleinzelhandel sind dagegen wegen des schon großen Abstandes zum konventionellen Preis kaum noch Preisänderungen zu erwarten.

In Ägypten, das in den Vorjahren mit Lieferungen von mehr als 10.000 Tonnen das Hauptlieferland Deutschlands für Bio-Frühkartoffeln war, sind 2008 ähnlich hohe Zufuhren geplant. Ob sie allerdings abgenommen werden, ist fraglich. Wegen der Unregelmäßigkeiten in 2007 sind einige Ketten skeptisch geworden und wollen von Anfang an auf israelische Ware setzen. Daher bleibt es spannend, welche Herkunft in diesem Jahr die Oberhand hält.

In Israel soll speziell für den Verkauf nach Deutschland der Anbau von Bio-Frühkartoffeln deutlich ausgedehnt worden sein. Andererseits sind die Pflanzgutverkäufe auf dem Vorjahresniveau geblieben. 2007 lieferte Israel etwa 3.000 bis 5.000 Tonnen nach Deutschland. Diese Menge dürfte 2008 deutlich überschritten werden, ihr tatsächlicher Umfang hängt aber entscheidend von der Verfügbarkeit ab sowie den zu erzielenden Preisen am deutschen Markt. Hat die Ware aus Ägypten ein zu niedriges Preisniveau vorgegeben, das den israelischen Anbietern nicht attraktiv genug erscheint, dürfte wie in den Vorjahren mehr Ware in das Vereinigte Königreich
verkauft werden. Dort wird üblicherweise mehr gezahlt.

Quelle: ZMP
Veröffentlichung vom 22.01.2008

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