Zur Technik in der Kartoffelwirtschaft
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Kartoffel,
Nachrichten
Wie der Deutsche Bauernverband (DB) mitteilt, hat die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft UNIKA die fachliche Basis erweitert.
Neben den bereits aktiv arbeitenden UNIKA-Fachkommissionen Pflanzgut, Phytosanitäre Fragen, Qualitätssicherung und Handelsfragen erfolgte am 31. Januar 2008 mit der konstituierenden Sitzung die Einrichtung einer neuen Fachkommission „Technik in der Kartoffelwirtschaft“, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Die Gründung dieser neuen Fachkommission wurde unterstützt und gefördert durch den Beitritt marktführender Unternehmen im Bereich Technik, die in der UNIKA aktiv an zukunftsorientierten Problemlösungen für die Kartoffelwirtschaft mitarbeiten und somit die UNIKA-Arbeit ergänzen und abrunden.
Arbeitsschwerpunkt der neuen Fachkommission Technik wird die Entwicklung praxisrelevanter Informationen zur Kostenoptimierung und Qualitätsverbesserung in Anbau,
Lagerung, Aufbereitung und Vermarktung von Speise- und Wirtschaftskartoffeln sein. Ferner wird sich die Fachkommission mit Themen befassen, die auf eine Verlängerung der Vermarktungssaison und Steigerung des Anteils vermarktungsfähiger Ware zielen.
Die UNIKA ist die Bündelung der Interessen aller Beteiligten der deutschen Kartoffelwirtschaft. In ihr sind Kartoffelzüchter, -erzeuger, -händler, -abpacker, -verarbeiter sowie die Kartoffeltechnikindustrie vertreten. Die UNIKA ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 inzwischen zu einer entscheidenden Plattform für den Informationsaustausch und die politische Weichenstellung für die Kartoffelwirtschaft in Deutschland geworden. Das Spektrum der UNIKA umfasst fachliche Grundlagenarbeit zur Lösung branchenübergreifender Themen, Information aller interessierten Kreise sowie Meinungsbildung innerhalb der Kartoffelwirtschaft und Kommunikation nach außen mit Politik, Verwaltung, Interessensgruppen und Presse. Die UNIKA will für die gesamte Branche Zukunftsperspektiven sichern, indem der Pflanz-Speise- und Industriekartoffelabsatz erhöht, neue Verwendungsmöglichkeiten geschaffen werden und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kartoffelprodukte gesteigert wird.
QUELLE:
Deutsche Bauernverband, www. bauernverband.de
Der Weg der Kartoffel
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Kartoffel,
Geschichte,
Jahr der Kartoffel
Argenpapa, Perú stellte „den Weg der Kartoffel“ vor.
Vor über 8.000 Jahren wurde dieses in aller Welt populäre Nahrungsmittel erstmals vom Menschen im Ackerbau kultiviert. In Peru befindet sich der Welt größte Genbank aus Samen, Zellkulturen und Pflanzensammlungen: Sie besteht 5.000 Landsorten der gesamten Anden-Region. Allein über 2.500 dieser Sorten stammen aus Peru. Biologen, Genetiker und Agraringenieure untersuchen dieses Lebensmittel sowohl in Labors als auch in Feldversuchen mit Hilfe der einheimischen Kleinbauern. Diese Arbeit befindet sich in der Hand der Nicht-Regierungsorganisation <i> Centro Internacional de la Papa</i> (CIP – Internationales Kartoffelzentrum) mit Sitz in Lima, die bereits 1971 begann Sortenmuster der Kartoffel zu sammeln.
David Spooner, Taxonomist aus den USA, ortete den Ursprung dieser Pflanze zwischen dem Südanden-Ort Cusco, der alten Inka-Hauptstadt und der Peruanisch-Bolivianischen Andenhochebene. In dieser Region schlossen sich 2004 in Zusammenarbeit mit dem CIP sechs Gemeinden zum <i>Parque de la Papa</i> (Kartoffelpark) zusammen. Mario Paco Gallegos, Bürgermeister der Gemeinde Paru Paru y Vize-Präsident der «<i>Asociación de Comunidades del Parque de la Papa en Cusco</i>» äußerte sich dazu :
»<i>Wir pflegen die Ursprungskartoffel für unsere Kinder. Zum Anbau nutzen wir keinen Kunstdünger, sondern nur Guano (Stallmist). </i>“
Der Park umfasst ca. 10.000 ha Anbaufläche und wird von 1.200 Familien mit 6.700 Personen bewohnt. Sie bauen zwischen 620 und 640 Sorten zwischen 3.950 und 4.400 m ü.NN. an. Um die 400 dieser Sorten wurden aus der Genbank des CIP genommen, nachdem sie dort von Viren und Krankheiten befreit worden waren. So wie Pamela Anderson, Direktorin des CIP Kund tat, ist es das Ziel den Kleinbauern „ihren Schatz, die Kartoffel zurückzugeben“, damit sie ihre Biodiversität erhalten können. So wurden in den letzten 5 Jahren ca. 25% der Kartoffelsorten aus dem Bestand der CIP-Genbank bereits wieder an die Bauern von 30 Gemeinden verteilt.
Diese Kartoffelsorten unterscheiden sich sowohl in Form (länglich, schraubenförmig und rundlich gedrängt) und Farbe (dunkel, hell, rot, blau, gelb, marmoriert und rosa) als auch in ihrer Krankheitsresistenz, ihrer Klimatoleranz, ihrem Gebrauch, ihrem Nährstoffgehalt, und natürlich in ihrem Geschmack. Daher hat sie mittlerweile auch ihren Platz in der internationalen Spitzenküche gefunden.
Sehen Sie hierzu auch die Rezeptsammlung bei www.toffi.net.
Die Karriere der Knolle
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Kartoffel,
Nachrichten,
Termine,
Jahr der Kartoffel
Die Karriere der Knolle lautet der Titel der Wanderausstellung, mit der die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ein Jahr, im von den Vereinten Nationen ausgerufenem Internationalen Jahr der Kartoffeln, die Kartoffel und ihre Bedeutung für die Entwicklungsländer in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken möchte.
Diese Ausstellung dreht sich um vier große Themen:
- Produktion und Verbrauch;
- Botanik und Kultur;
- Vielfalt, Forschung und Züchtung;
- Ernährungssicherung und Entwicklungszusammenarbeit.
Der Besucher erfährt etwas über das Brauchtum in den Anden rund um die Kartoffel und darüber, dass die Bauern in Pilgramsreuth nachweislich die ersten deutschen Kartoffeln angebaut haben. Kartoffelzüchtung und Kartoffelkrankheiten begegnen dem Besucher auf seinem Rundgang ebenso wie stilvolle Bilder von Nahrungsmitteln oder die Geschichte von Linda, der derzeit wohl bekanntesten deutschen Kartoffelsorte.
Eröffnet wurde die Ausstellung am 18. Januar auf der Internationalen Grünen Woche. Seitdem reist sie durch Deutschland. In Nordrhein-Westfalen ist die Ausstellung zweimal zu sehen: Vom 7. bis 29. Mai ist sie im Stadthaus Bonn, Berliner Freiheit, und vom 13. bis 21. September im Botanischen Garten, Meckenheimer Allee 171, in Bonn vor Ort.
Frankreich: Kartoffelverbrauch scheint wieder zuzunehmen
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Kartoffel,
Markt,
Nachrichten,
Jahr der Kartoffel
So wie das britische Potato Council am 01-05-2008 berichtet, steigt der Kartoffelkonsum der Franzosen leicht an. Wie die Organisation in ihrem letzten Euro Potato report feststellte, stieg der Kartoffelkauf von 07-2007 bis 02-2008 um 5% an.
54% der Franzosen essen 2 bis 3 mal die Woche Kartoffeln, 26% 1 mal wöchentlich, und nur 1% verspeist nie Kartoffeln. Mit 53% sind Kartoffelchips das bei weitem bevorzugte Gericht (!). Mit 19% folgt die gekochte Kartoffel, zu 15% wird frittiert, und als Kartoffelbrei wird zu 13% zubereitet.
Durch den allgemeinen Anstieg der Preise für Futtermittel, werden Kartoffeln auch vermehrt in Rationen für Rinderfutter eingesetzt. Das C.N.I.P.T. (Comité National Interprofessionnel de la Pomme de Terre) untersucht zur Zeit die Möglichkeit aussortierte Frischkartoffeln in Futtermittelrationen einzubeziehen.
“Bamberger Hörnchen” ist Kartoffelsorte des Jahres 2008
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Kartoffel,
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Kartoffelsorten,
Nachrichten
Bamberger Hörnchen wurde am Montag in Hannover von mehreren Landwirtschafts- und Umweltorganisationen zur «Kartoffel des Jahres 2008» gekürt. Durch diese Wahl will die Jury ein deutliches Zeichen für den Fortbestand dieser vom Aussterben bedrohten alten Landsorte setzen.
Die fingerförmigen Knollen dieser Sorte gehören zur Gruppe der sogenannten Kipfler- oder Zapfenkartoffeln. Sie wurde bereits in der ersten deutschen Kartoffelmonografie 1819 erwähnt. Die Knollen sind dünn, fingerlang und eher klein. Ihre Besonderheit ist der nussige Geschmack und die feste Konsistenz. Als regionale Spezialität konnte sich das «Hörnle» in Franken behaupten. Ausschlaggebend dafür war das zähe Festhalten der Franken an ihrer Regionalküche. Das «Bamberger Hörnchen» verschwand ab Mitte der 1950er Jahre vor allem wegen der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft. Seine länglichen Knollen sind für Erntemaschinen ungeeignet.
Die Auszeichnung «Kartoffel des Jahres» wurde zum dritten Mal unter anderem von den Bio-Anbauverbänden Bioland und Ökoring sowie vom Verein Slow Food und mehreren Nutzpflanzen-Verbänden vergeben. Mit der Auszeichnung soll für die Erhaltung der Kartoffelvielfalt sensibilisiert werden. Im vergangenen Jahr wurde die Kartoffelsorte «Linda» und im Jahr 2006 die blaufleischige Sorte «Blauer Schwede» (Blue Congo) gekürt.
Quelle:
ddp.djn/sff/mbr
© ddp
Sinkende Kartoffelpreise
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Markt,
Preise,
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Wie die ZMP GmbH, Bonn am 28. April 2008 berichtete sind sinken die Kartoffelpreise.
Die Vermarktung von Speise- und Verarbeitungskartoffeln startete im vergangenen Herbst zunächst mit zufrieden stellenden Erzeugerpreisen. Mit fortschreitender Saison wurden die Verhältnisse am Speisekartoffelmarkt aber immer schwieriger. Die relativ große Ernte blockierte lange den überregionalen Versand aus Überschussregionen. Ein milder Winter beeinträchtigte die optische Qualität vieler im Herbst ohnehin schon nicht unter besten Bedingungen eingelagerter Kartoffeln. Auch wenn die Verkaufsmengen über den Lebensmitteleinzelhandel im Vergleich zum Vorjahr nicht schlecht waren, reichte der Gesamtabsatz im Speisebereich einschließlich Export und alternativer Verwertungen nicht aus, die Überschüsse zu räumen. Die Preise gaben vor diesem Hintergrund praktisch seit dem Herbst 2007 nach. Bis zum Anschluss an die deutsche Frühkartoffelsaison rechnen Marktteilnehmer nicht mehr mit einer deutlichen Preisbefestigung, zumal die Qualitäten nun rasch nachlassen.
Zu Pfingsten dürften deshalb viele Lebensmittelketten umfangreich auf importierte Frühkartoffeln umsteigen.
Kartoffelanbau in Verzug
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Kartoffel,
Kartoffelanbau,
Nachrichten
Am 24. April berichtete agrarheute.com, dass die Kartoffel-Pflanzungen sich drei Wochen in Verzug befinden. Erst 50 Prozent der für Anschlusssorten vorgesehenen Fläche ist bestellt, und Frühkartoffelanbauer rechnen schon jetzt nicht mehr mit einer guten Ernte.
Nach einer Umfrage des Landvolks Niedersachsen konnten nur wenige Flächen einigermaßen fristgerecht bestellt werden, und auf schätzungsweise zehn bis 20 Prozent der Frühkartoffel-flächen war die Pflanzung sogar erst Ende April möglich. Wegen der anhaltend starken Niederschläge waren die Äcker lange Zeit nicht befahrbar. Außerdem bremsten Nässe und Kälte auch das Wachstum und verursachten erhöhten Krankheitsdruck. Lediglich die früh ausgepflanzten und mit Folie abgedeckten Frühkartoffelbestände sind jetzt einigermaßen zufrieden stellend entwickelt und erholen sich deutlich, aber auch sie liegen im Wachstum ungefähr eine Woche zurück.
Mit dem Anstieg der Temperaturen kommt das Kartoffelwachstum voran, stellt O. Tieleking, Vorsitzender der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft Burgdorf, fest. Trotz der gebremsten Enwicklung geht Thieleking davon aus, dass die Ernte der Frühkartoffeln ab dem 20. Mai und damit kaum später als sonst beginnt, allerdings mit geringeren Erträgen. Zudem dürfte sich die Ernte über einen längeren Zeitraum hinziehen. Besonders katastrophal sei die Situation bei den Anschlusssorten, klagt Thieleking. Bisher sind erst schätzungsweise 50 Prozent der vorgesehenen Flächen bestellt, die Arbeiten sind damit drei Wochen in Verzug. Diese Verzögerung ist nicht mehr aufzuholen und schlägt sich in Ertragseinbußen nieder.
(lpd)