Vom 13. bis 16. Mai 2008 nahmen mehr als 550 Personen aus 90 Ländern am Planet Diversity-Kongress in Bonn teil. Dieser Kongress fand parallel zur UN-Nachfolgekonferenz statt, der aufbauend aus das Cartagena Protokoll sich Sicherheits- und Haftpflichtfragen zu Gentechnisch Veränderten Organismen (GVOs) beschäftigt. Planet Diversity wird unter Mithilfe der Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) organisert.
Die Teilnehmer aus verschiedenen Bauern und Ländlichen Entwicklungsorganisationen sowie aus Natur- und Umweltschutzverbänden haben in 30 Workshops und 6 Plenarversammlung ein Breites Spektrum der Biodiversitätsdebatte bearbeitet:
· freier Zugang zu Saatgut,
· Strategien für eine GVO-freie Zukunft,
· Perspektiven für Familienbetriebe,
· Kleinbäuerliche Landwirtschaft,
· weltweite Ernährungssicherheit.
Es wird noch einmal unterstrichen, dass es nicht genügt über die Risiken und die Haftpflicht für GVOs zu debattieren, wie dies staatlichen Vertreter gerade realisieren, sondern es muss darauf verwiesen werden, dass die Zukunft der gesamten menschlichen Kultur auf dem Spiel steht.
Antonio Compagnoni und Pipo Lernoud vom IFOAM-Direktorium unterstrichen bereits jetzt in einer Pressekonferenz die direkte Beziehung des Planet Diversity-Kongresses mit dem Biologischem Landbau:
Biologischer Landbau hilft die Ernährung zu sichern, ist Motor einer ländlichen Entwicklung, trägt bei Verwüstung und Klimawandel zu stoppen, und gleichzeitig hängt davon ab und liefert Biodiversität: in Boden, in Saatgut und Züchtung, sowie durch den Entwurf von neuen biologischen Agro-Ökosystemen.
All dies wird auch in Modena, Italien diskutiert werden, wo vom 18. bis 20. Juni findet der 16. IFOAM Weltkongress stattfindet: über 1.500 Personen werden erwartet, Wissenschaftler, Experten und Aktivisten, die ihre Erfahrungen mit der Vielfalt für die Bewahrung der Zukunft unseres Planeten beitragen werden.
Teilnehmen werden unter anderem Vandana Shiva, Öko-Feministin und Alternativ-Globalist, die Ergebnissen und Erfahrungen des Planet-Diversity-Kongresses nach Modena bringen wird, desgleichen wie Tewolde Berhand Gebre Egziabher, Umweltminister Äthiopiens und Teilnehmer der formellen Verhandlungen zum Cartagena Protokoll.
Auch der Ort Modena wird ebenfalls, wie es Graziano Poggioli, Landwirtschaftsminister aus Modena erklärte, seine Juwelen der Vielfalt mit zur Konferenz beitragen: die Romanische Architektur der Kathedrale, des Ghirlandina-Turms, und des Piazza Grande, die allesamt zum UNESCO Weltkulturerbe gehören, sowie die Produkte der lokalen Landwirtschaft: wie der bekannte Hartkäse Parmigiano-Reggiano, die Lambrusco-Weine, Modenas traditioneller Balsamessig, Brombeeren aus dem Apennin, Birnen und Kirschen aus der emilianische Region der Gemeinde Vignola. All diese weltweit berühmten Produkte werden von den solidarischen und äußerst gastfreundlichen biologisch produzierenden Bäuerinnen und Bauern der Region produziert.